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Neues aus dem Cyberspace
- LSV M-V
- Rank zero
- Schachblätter
- Entwicklungsvorsprung
- Schachzoo
- Lossos Schachblog
- Francisco Gómez de Quevedo y Santibáñez Villegas † 8. September 1645
Los juegos en que la ganancia sirve de precio y recompensa ala habilidad y industria del cuerpo o espiritu, como los juegos de pelota, balón, mallo, el correr la sortija, el ajedrez, las tablas, - todas estas son recreaciones de sí buenas y licitas. Solo se ha de guardar del exceso. sea en el tiempo [...]
- Plan B From Outer Space
Es hatte sich ja seit einiger Zeit angedeutet, nun ist es offiziell: Illu gibt, offenbar auf Wunsch/Druck des Kreml (der vielleicht den trostlosen Zuständen an seiner wichtigen Pufferzone zum Kaukasus nicht länger zusehen will), die kalmykische Präsidentschaft auf.Ein guter Tag für die verarmte Bevölkerung dort, deren bittere Not durch den Schachwahnsinn ihres Häuptlings zusätzlich verstärkt [...]
- Daniel Czepko † 8. September 1660
Doch es ende sich zugleichStraff und Schuld auf einen StreichAndre laß Genad erlangen;Offt entsincken Schach und Spielwenn man Völkern zeigen wilWie viel Böses sie begangen.Wie Coridon und Phyllis zeigt, war schon man in der Barockzeit skeptisch beim Thema Vergangenheitsbewältigung.
- Alexander Iwanowitsch Kuprin 140
У него были и еще две особенности: он очень хорошо читал вслух иудивительно, мастерски, прямо-таки гениально играл в шахматы, побеждая шутяпервоклассных игроков. Его нападение было всегда стремительно и жестоко,защита мудра и осторожна, преимущественно в облическом направлении, уступкипротивнику исполнены тонкого дальновидного расчета и убийственногоковарства. При этом делал он свои ходы точно под влиянием какого-товнутреннего инстинкта или [...]
- William Olaf Stapledon † 6. September 1950
John’s projection of his mind into the past took him back to the year 1896. At this time Adlan claimed that he was three hundred and eighty-four years old. John would have been less inclined to believe this before he met Jacqueline, but by now he was ready to accept it. Adlan, then, was born [...]
- Meta XXVI
Das Schachblog ist schon lange zu, der Schachzoo hört auf, Schachfieber auch (aus sehr traurigem Anlass). Stefan Löffler sieht die Schach-Gegenöffentlichkeit auf dem Rückzug (sicher zutreffend, wenngleich man die Schachforen nicht unterschätzen sollte, die Bedeutung von Blogs nimmt im Zeitalter von Social Web ohnehin ab). Aber immerhin:Die Schachblätter bleiben weiterhin lieb am Rande.Das nur, falls [...]
- Vereinsabend XVI = Hartplatzhelden (7)
Wahrscheinlich gibt es in jedem Schachverein eine Person, die nicht zu ersetzen ist. Bei uns ist es Ralf, in Personalunion Vorsitzender, Spielleiter, Jugendtrainer, Organisator, Schiedsrichter und Mädchen für alles. Nebenberuflich noch Schachjugendfunktionär. Notfalls droht er gar damit, Mannschaftsleiter der 2. Mannschaft zu werden, wenn sich sonst niemand finde. Es fand sich…Normalerweise wird der Vereinsabend neben [...]
- Vereinsabend XV
Nach einem Schwätzchen und ein bisschen Blitz-Gestocher fiel uns schließlich noch eine Schachzeitung in die Hände und diese Stellung ins Auge:8/8/1p1p1B2/pPkP2p1/PpP3P1/1P6/8/KN6 w – - 0 1Blieb trotz einiger Anstrengung ungelöst und stellt sich doch als eine ziemliche Fummelei dar. Wenn vielleicht jemand aus der verehrten Leserschaft …Matt in neun Zügen (Raúl Jordan, Schach 1995). Antworten [...]
- Nachspielempfehlung
Ich habe die letzten Tage beim LGA Cup in Nürnberg gearbeitet, was wie immer eine Freude war. Lubomir Ftacnik, der das Turnier gewann, gewährte mir nach der letzten Runde einen Einblick in seine Gedankenwelt und präsentierte eine ausführliche Analyse seines Sieges gegen Mark Bluvshtein, eine sehr lehrreiche Partie.
- Jans Auftritt
Einer der besten Schachspieler Deutschlands, und wenn er den Mund aufmacht auch interessantesten, hat ab sofort eine eigene Seite im Netz1. Auf der Suche nach einer professionelen Agentur und beim Aufbau war ich ihm behilflich und so bin ich auch ein wenig stolz auf den Auftritt. Dass Jan schreiben kann, hat er schon häufig genug [...]
- I doubt
Ich habe einem nichtschachspielenden Freund Danailovs Werbeplakat1 zur ECU-Kandidatur gezeigt. Sein Kommentar:” Was ist das denn für eine Minusaktion?”Referenzen:Werbeplakat
- Reise nach Kalmückien
Das Ex-DeepChess und jetzige Epishin.de-Team1 mit seiner Version der DSB-Nationalspieler-Kontroverse. Achtet auf das T-Shirt zu Beginn, LOL!Referenzen:Epishins Erben
- Gute Auswahl
Es tut sich was auf dem Markt der Schachengines. Nachdem man jahrelang hauptsächlich mit Fritz und später Rybka auskam, gibt es inzwischen einige frei erhältliche Programme, die zu den stärksten der Welt gehören. In dieser Liste ist Houdini die Nr. 1. Interessant ist zur Zeit auch Stockfish, das von vielen Großmeistern eingesetzt wird.
- Es ist aus
In den letzten anderthalb Jahren ist einiges passiert. An dem lauen Sommernachmittag in Bad Herrenalb, an dem der Schachzoo das Licht der Welt erblickte, war ich wohl selbst mit am Wenigsten derjenige, der an einen Erfolg dieses gewiss etwas eigenwilligen Projekts geglaubt hätte. Wer würde schon Reise- und Turnierberichte eines unbedeutenden Semi-Schachprofis lesen? Es interessiert ja nicht einmal meine eigenen Eltern besonders…
Ich hatte mich getäuscht.
Fast direkt ab der Stunde Null war die Resonanz riesig. Schnell sprach sich die blau-gelbe Seite mit einem irgendwo im Netz geklauten Zebrastreifenmuster unter den Schachinteressierten herum. Bunte Bilder, reißerisch verfasste Texte, sowie natürlich Tromp & Colorado ziehen die Massen eben an, besonders im Vergleich zum sonst besonders bei den Standardseiten wie Chessbase und Schachbund erhältlichen Einheitsbrei. Falls der Inhalt den Leser doch einmal nicht ausreichend zu provozieren und aus der Reserve zu locken vermochte, der „Ilja! Ich finde deinen Blog super!...“ – Kommentar von Chev Chelios erreichte dieses Ziel mit tödlicher Sicherheit. Schnell war eine Antwort eingetippt, die Leser involviert, eine Diskussion entfacht. Der Blog florierte, täglich fanden 1000 Spieler den Weg auf die Seite, Woche für Woche, Monat für Monat. Unzählige (aber zumeist positiven) Reaktionen auf den Zoo verfolgen mich nun seit über einem Jahr bei jedem Schachturnier in unserem Lande, bei dem ich auftauche, ob in Bremen, Berlin, Bayern oder Baden-Württemberg. Ohne mich selbst über alle Maßen loben zu wollen, aber wenn ich behaupte, dass mir mit dem Projekt etwas gelungen ist, was in (kurzen) Geschichte der deutschen Schach-Blogs einmalig war. (Anmerkung: Der letzte Satz stellt ein von mir als kontrollierte Arroganz zu bezeichnendes Stilmittel dar, welches im Gegensatz zu echter Arroganz durchaus legitim ist.) Warum also nicht einfach heiter weiter?
Nun ja.
In letzter Zeit musste ich leider eine gewisse Veroberflächlichung , geradezu eine Degradation meines Spiels feststellen. Während ich etwa im Zeitraum von 2002-2008 durchaus mit einigem Erfolg versuchte, durch Weiterbildung meine total verkorkste Jugendzeit zu kompensieren, ist der Trend ab 2009 wieder rückläufig. Die Tromp- und Colorado-Quote steigt wieder an, genauso wie die Anzahl der gekauften, aber ungelesenen Schachbücher im Schrank (das Zeichen schlechthin für einen ewigen Verlierer!) das Spiel wird zwar routinierter und schneller, aber auch unkonzentrierter und oberflächlicher. Von zahlreichen taktischen Aussetzern ganz zu schweigen. Zwar befindet sich aktuell auch die ELO auf einem Allzeithoch, aber die Frage, ob das an meiner Leistung oder an der weltweiten ELO-Inflation liegt, drängt sich geradezu auf. Es ist ja auch egal, 2519 reicht mir sowieso nicht. Ich weiß nicht, ob ich mehr kann, aber ich will mehr. Zumindest will ich mehr versuchen. Sonst könnte ich, glaube ich, nicht glücklich werden. Dazu könnte ich zum Beispiel ein paar Stunden bei einem renommierten Trainer nehmen, mir ein paar Taktikbücher kaufen und lesen, oder zumindest das Zeug , was ich bereits im Schrank stehen habe, ordentlich bearbeiten. Oder mich einfach mal mit Rybka und der Mega hinsetzen und einfach mal drauflos analysieren, ganz wie in alten Zeiten. Nein, keinen Colorado.
Kurzum, ich müsste mich auch außerhalb der zahlreichen Turniere mehr mit Schach beschäftigen. Viel mehr.Wie es auch die ganzen anderen Guten machen, oder zumindest die Erfolgreichen.
Und was mache ich? Ich schalte zuhause meinen Laptop ein und verbringe 2-3 Stunden im Schachzoo, wo ich zumeist ausführlich meine Colorado- und Trompowsky-Partien kommentiere, die ich vorher (und das ist vielleicht sogar das Schlimmste!) vielleicht auch noch - zumindest unterbewusst - EXTRA aufs Brett gebracht habe, um sie danach der Fan-Gemeinde präsentieren zu können?! 3 Stunden, die man hätte auch gut in Königsindisch stecken können?! Bei aller Liebe, aber Freunde, ihr müsst mir zustimmen: Das ergibt einfach keinen Sinn.
Ich will wieder selbst Entwickler und Chef meines Erfolgs werden. Jemand, der für sich selbst verantwortlich ist, und sich für nichts rechtfertigen muss. Ganz im Gegenteil zum Marketing- und Pressefutzi, zu dem ich im Moment degradiert bin. So ist kein Fortschritt möglich. Ohne diesen würde es mir aber sehr schwer fallen, glücklich zu werden. So bin ich nun eben gestrickt.
Ob es mir wirklich gelingen wird, ein besserer Spieler zu werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich habe im Moment vor, es zu versuchen. Ob die von mir oben skizzierten Maßnahmen am Ende fruchten werden, oder überhaupt eingeleitet werden, steht auf einem anderen Blatt. Aber wie jetzt, mit einem dauerhaft schlechten Schach-Gewissen, möchte ich nicht mehr leben.
Zu alledem kommt noch hinzu, dass ich bald nach Hannover zurückziehe und wirklich mal langsam mein Chemiestudium zu einem guten Ende führen muss. Und auch die liebenswerte junge Dame, die ihr alle unter „Rössel“ kennengelernt hat, wird sich bestimmt über einige zusätzliche Stunden Miteinander freuen.
An dieser Stelle endet das Projekt Schachzoo. Zumindest vorläufig. Die Seite lasse ich im Netz und richte eine kleine Ecke ein, in der ihr etwa Colorado-Varianten oder etwaige Live-Partien des Kaffeehausspielers diskutieren könnt. Ich möchte an dieser Stelle keinesfalls die Möglichkeit auslassen, mich bei allen zu bedanken, die hier in den letzten anderthalb Jahren mitgelesen und mitgefiebert haben. Ihr seid toll! Wem der Abschied dennoch allzu schwer fällt, der sei daran erinnert, dass ich der Schachwelt ja keineswegs verlorengehe – ich stehe weiterhin bei jedem Turnierchen für eine kleine Colorado-Einführung oder einen Plausch über dies und das zur Verfügung. Auch geht selbstverständlich mein Engagement auf schachbundesliga.de und in der SCHACH weiter. Und es werden auch sicher früher oder später Live-Partien kommen, die keine Kurzremisen sind.
Aber hier ist nun Schluss. Es war mir eine Ehre und ein riesiges Vergnügen obendrein. Ich hoffe, es geht euch genauso. Bis bald!
Euer Ilja
- Tolle Schachbilder...
... in riesiger Menge, besonders von den Großveranstaltungen Mainz, Wijk aan Zee, Bad Wiessee und auch vielen anderen Turnieren der letzten Jahre gibt es auf der Foto-Homepagedes Hamburgers Joachim Schulze. Unbedingt anschauen, die Chance, evtl. auch mal sein eigenes Konterfei zu entdecken, ist sehr hoch!
- Sieg!
Das Herner Benefizturnier zugunsten des dortigen evangelischen Kinderheims scheint mir irgendwie zu liegen. 2006 bin ich da schon einmal aufgetaucht (mit zarten 2334 auf den Hörnern) und das kam dabei raus:
http://www.ev-kinderheim-herne.de/benefiz06/tabelle.html
An eine Wiederholung solch eines Ergebnisses zu denken, erscheint natürlich utopisch, sei es auch nur, weil ich heutzutage viel zu viele Remisen mache. Trotzdem liest sich auch die Tabelle der 2010-er Auflage, die gestern über die Bühne ging, ganz nett:
http://www.ev-kinderheim-herne.de/benefiz2010/tabelle.html
Irgendwie war so, als ob jemand da oben (Caissa?) dringend wollte, dass ich das Ding gewinne. Zuerst verabschiedet sich Topfavorit und mein Angstgegner Daniel Fridman mit einer Niederlage in der zweiten Runde für längere Zeit aus dem Titelrennen. In den weiteren Runden machen sich auch schon die Mitfavoriten Mainka, Hausrath und Podzielny durch Punktverluste das Leben schwer.
Dann das hier:
Ilja Schneider - Svetlin Mladenov (2467), Herne 2010 (6)
Sagen, ich hätte etwas Zählbares aus der Eröffnung rausgeholt, wäre deutlich übertrieben. Aber:
13...Lb4? 14.fxe5 Lxc3? 15.bxc3 Sxe5?! Ob 15...dxe5 so viel besser war, weiß man nicht mehr.
16.Sxe5 dxe5 17.Td6 Ke7 18.Thd1 Tad8 Er zog es, ohne mit der Wimper zu zucken.
19.Txd8 Txd8 20.Txd8 Kxd8 21.g4 Und über das Bauernendspiel müssen wir uns nicht mehr unterhalten.
Ein Kurzremis gegen Berelowitsch später traf ich mit Schwarz auf den mir bisher unbekannten bulgarischen IM Petar Arnaudov (2423) In dieser Partie durchlebte ich erstmal eine Nahtod-Erfahrung:
1.d4 Sf6 2.c4 c6 3.Sf3 d5 4.Dc2 dxc4 5.e4
Das kannte ich nicht, aber reagierte zunächst jeweils nach der Empfehlung der Database (Gut, es war auch nicht so schwer):
5...b5 6.b3 cxb3 7.axb3 e6 8.Ld2 a5! 9.Ld3 Lb7 10.0-0
Nach einer kurzen Recherche bieten sich hier dem Schwarzen hier zwei Wege. Es ist klar, dass bald der weiße Springer nach c3 geht, also müssen wir das Feld b4 nutzen und alles wird gut. Also, 10...Sbd7 und nach 11.Sc3 dann Lb4, oder, was mir besser gefällt, erst 10...Le7 und nach 11.Sc3 Sa6! mit der Idee 12...Sb4. Ich war aber noch etwas groggy vom unerwarteten Spielverlauf und produzierte:
10...Sbd7 11.Sc3 Le7?
"Hm, was mache ich hier eigentlich nach 12.e5! ? Aufgeben?"
12.e5! Sd5 13.Sxd5 cxd5 13...exd5 14.Lxh7 oder so ist gar zu grausam.
14.Lxb5 0-0 15.Tfc1
Totale Finsternis. Was soll ich ziehen?
15...Tc8 Ein bisschen Blut spucken. Vielleicht hilft es ja.
16.Da2 Lb4 17.Lxb4 axb4 18.Da4 Sb8
Ab jetzt kommt der Aufwärtstrend. Wird ja auch Zeit. Rückwärts geht es ja auch nicht mehr.
19.Dxb4?! 19.Txc8 Dxc8 20.Dxb4 ist genauer.
19...Db6 20.Da4 f6 21.exf6 gxf6 22.h4?! Sc6 Hoffnung.
23.Lxc6 Txc6 24.Txc6 Lxc6 25.Da6? 25.Da7 natürlich.
25...Tb8 26.Dxb6 Txb6 27.Tb1 Tb4
Er hat es ja in den letzten Zügen schon richtig mies behandelt und es steht, bedingt durch die Wertlosigkeit seines Mehrbauern schon glatter Ausgleich auf dem Brett. Aber es geht im gleichen Stile weiter:
28.Kf1?! Lb5+ 29.Ke1 Ld3 30.Tb2 Le4? Ein einziges Mal bekommt er noch seine Chance. Hier will ich deutlich zu viel und habe nach 31.Kd2! Lxf3 32.Kc3! ein klitzekleines Problem. Aber das Karma war schon längst auf meiner Seite:
31.Ke2? Kf7 32.Ke3 Immer noch 32.Kd2!? Lol. Oder auch so was wie 32.g3. Alles besser, als seine Fortsetzung.
32...Lxf3 33.gxf3? Langsam wird es krass.
33...e5 34.dxe5 fxe5 35.h5 Ke6 Nun ist es bereits richtig eng für ihn. Immer noch ist sein b3 nichts wert, während auf ihn in der Brettmitte die Welle zurollt.
36.Kd3 Kd6 Eigentlich die falsche Richtung (36...Kf5!), aber kein irreparabler Fehler, da er ja nichts mehr ziehen kann.
37.Kc3? Das wars aber endgültig.
37...Tf4 38.Ta2 Txf3+ 39.Kb4 Da steht er schön.
39...e4 40.h6 Ke5 41.Ta7 Txf2 42.Txh7 Th2 43.Kc5 Tc2+ 44.Kb5 Kd4 45.Te7
Doktor Tarrasch hatte auch nicht immer recht!
45...Th2?! 45...Tc8 und meine Bauern rennen ihm die Bude ein.
46.h7 Ke3?? Ich will Dworetzkys "Rolltreppe fahren", aber das lässt mal eben den (Turnier-)Sieg aus. Ein unbelesener Spieler hätte hier 46...e3! gezogen - und leicht gewonnen.
Ich weiß nicht mehr genau, was er hier zog. Nur noch, dass meine Bauern am Ende total ungehindert ins Ziel laufen konnten. Den Versuch, einen davon mit 47.Kc5 d4 48.Kd5 zu eliminieren, hatte ich zwar noch gesehen, aber 48...Th5+ 49.Te5! mit Remis nicht mehr. Er aber auch nicht. Stünde mein Turm auf der achten Reihe, wären solche Tricks a priori nicht möglich, weil ich immer viel bessere Zwischenschachs geben könnte.
Naja, seis drum. Jedenfalls beschloss ich nach dieser Partie mein Glück an diesem Tag nicht noch besonders weiter auszureizen und bot in der Schlussrunde gegen Daniel Hausrath schnell Remis an, was er auch annahm. Der anschließende Blick über die Buchholzschäfchen verhieß zwar zunächst nichts Gutes (inklusive einer verpassten Reklamation auf Zeit), aber meinen beiden Konkurrenten Michail Zaitsev und Svetlin Mladenov (schlug in der letzten Runde Fridman) erging es auch nicht viel besser. Wenn niemand will - dann nehmen wir den Ersten eben mit :-)
Und zum Vergleich:
Als ob es gestern oder vorgestern war.
(Fotos von der Turnierseitebzw. von http://www.dreifaltigkeits-kirchengemeinde.de/)
Hier noch ein Bericht zum Turnier auf dem Schach-Ticker.
- Mens sana in corpore sano
...und merke wie mein Hintern die Latte touchiert. Doch sie bleibt liegen! (Auflösung folgt!)Um einen gesunden Geist in einem gesunden Körper seien die Götter anzubeten, so schrieb es der Römer Juvenal. Da es bei Schachspielern mit dem gesunden Geist meist eh nicht weit her ist, wollte ich herausbekommen, wie es um meinen Körper bestellt ist. Und so traf ich an einem Mittwoch Abend zusammen mit meinem 6 Monate alten Sohn im Nachbarkaff Immensen ein, um dort das Sportabzeichen...
- Durchwachsene Ergebnisse...
...habe ich beim Schnellschach erzielt:-Platz 5 beim Sommerfest in Greifswald (3,5/5)-Im Viertelfinale ausgeschieden beim Schnellschachpokal der Schachdrachen-5/9 nach 5/7-Start und Platz 20 beim Lehrter OpenBis auf den Schnellschachpokal habe ich so ziemlich genau meinen Setzlistenplatz gespielt.In vielen Partien konnte ich aufgrund der knapp bemessenen Zeit Gewinnstellungen nicht verwerten. Ich gebe mal zwei kleine Auszüge, was so geschah.Hier hatte ich schon eine Gewinnstellung...
- Hochzeitstag
Mein Privatleben halte ich ja überwiegend aus diesem Blog heraus. Dennoch sei mir dies gestattet:Den folgenden Vierzüger-Drilling widme ich meiner Frau zum dritten Hochzeitstag.Das ist die Zeroposition, also nicht lösungsrelevant.a) +sSd3b) +sSh8c) +sSg1 und +wBe2Jeweils Weiß am Zug, matt in vier.Auf mein erstes orthodoxes Problem kann ich stolz sein. Die Komposition hat allerdings ein paar kleine Schwächen, aber eine Ehe ist ja auch nicht immer perfekt ;o) Trotzdem...