Unsere Pokalmannschaften
(Saison 2018/2019) | vergangene Saisons


Deutscher Pokal

Psychologischer Moment

2019-03-17 (HL) Tja, wo soll man nach so einem Wochenende anfangen? Also erst mal der Reihe nach: Freitag Abend gegen 17:30 Uhr fuhren Max und Wilko in Greifswald los und luden Hannes gegen 19:15 Uhr in Schwerin ein. Nach einer knapp 2,5 stündigen Fahrt, wobei uns der Regen genauso schwer zu schaffen machte wie die Autofahrer auf der A 1 trafen wir im Hotel in Bremen ein, wo schon Rüdiger auf uns wartete. Da um diese Uhrzeit nichts mehr offen hatte, fand ein Besuch beim Burgerbrater statt bevor wir gegen Mitternacht ins Bett fielen.

Nach einem ausgiebigem Frühstück fuhren wir nach Kirchweyhe, einem Vorort südlich von Bremen. Neben uns, dem SK Kirchweyhe waren noch der SC Emmendingen 1937 sowie VfB Schach Leipzig in diesem Achtelfinale. Gegen Leipzig waren wir wohl leicht favorisiert, gegen die anderen beiden GM-Truppen hatten wir uns wenig ausgerechnet. Doch die Losfee wählte die Leipziger als unseren Gegner; leicht aufkommende Zuversicht, doch noch am Sonntag spielen zu dürfen, machte sich bei den Greifswaldern breit. Hannes wählte das erste Schwarzbrett, Wilko das zweite; Max nahm das erste Weißbrett und Rüdiger das andere. Punkt 14 Uhr pfiff der Schiri die Begegnungen an. Ein Dank gilt auch dem Ausrichter, welcher das ganze Wochenende über Getränke und Kekse kostenlos zur Verfügung stellte.

Mit 10...e4! 11.Sg5 e3! zog Schwarz sein Spiel auf
r..q.rk.
pp...ppp
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Gespannt wollten wir den Nebenkampf SK Kirchweyhe gegen SC Emmendingen beobachten; doch alle acht Großmeister betrieben so etwas wie Arbeitsverweigerung, sprich zwei relativ schnelle Remisen; und die anderen beiden Brettern einigten sich auch friedlich, Wie war das nochmal mit den Krähen? Egal, zurück zu unserem Kampf:

Nach knapp drei Stunden hatte Max gewonnen, dessen Gegner im Katalanen einen ungesunden Aufbau wählte, und schließlich überspielt wurde. Kurz darauf war Hannes fertig, welcher durch ein positionelles Bauernopfer die gegnerische Struktur, Königsstellung und Figurenkoordination erheblich schwächen konnte und am Ende siegte (siehe nebenstehendes Diagramm). Somit war der Kampf schon entschieden, doch Wilko kam in seiner Leib-und-Magen-Variante zu großem Vorteil, opferte im Endspiel ungewollt eine Figur; aber seine Bauernwalze war nicht mehr aufzuhalten. Rüdiger hatte mittlerweile ein Turmendspiel mit zwei verbundenen Mehrbauern auf dem Brett; ein klares 4:0 von uns. Mittlerweile siegte der Gastgeber im Blitz, sodass unser morgiger Gegner fest stand. Den Abend ließen wir dann bei einem Griechen entspannt ausklingen; Bier & Ouzo sei dank.

 Greifswalder SV  :  VfB Schach Leipzig
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 Leisner          -  Geiling      1 : 0
 Weber            -  Rohne        1 : 0
 Kürsten          -  Just         1 : 0
 Stubbe           -  Collini      1 : 0

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht

2019-03-17 (HL) Heute war der Morgen etwas stressiger: früher Aufstehen, warten auf Mannschaftskameraden beim Auschecken, nicht funktionierende Parktickets; egal am Ende waren wir kurz nach Halbzehn im Schachschloss und warteten voller Hochspannung auf die Auslosung. Der SK Kirchweyhe bekam das Heimrecht, hieß wir hatten an Brett 1 und 4 Weiß, und an 2 und 3 Schwarz. Wilko, der sich mit Brett 4 in der Vorrunde geschont hatte, übernahm dieses Mal die Verantwortung am Spitzenbrett; Hannes und Rüdiger nahmen Schwarz und Max wieder Weiß am hinteren Brett. Die Kirchweyher waren mit den gleichen GMs da, wie am Vortag (ungefähr die halbe kroatische Nationalmannschaft).

Max bekam einen Pirc auf´s Brett und nach knapp zwei Stunden ein Remisgebot. Irritiert blickte er mich an, woraufhin ich sagte: "Nimm, was du kriegen kannst." Nach einigem Nachdenken willigte Max ein. Zurecht, denn wie die anschließende Analyse mit seinem Gegner zeigte, hätte er die Partie wohl ein oder zwei Züge später strategisch weggestellt. Rüdiger behandelte die Endspielvariante im Panowangriff einer Caro-Kann-Verteidigung ungenau und musste schließlich mit zwei Minusbauern die Segel streichen. Hannes ließ sich im Alapin-Sizi unnötigerweise einen kaputten Damenflügel andrehen, ab Zug 12 machte die ganze Partie keinen Spaß mehr. Doch sein Gegner verpasste die ein oder andere Gelegenheit, Gegenspiel zu unterbinden und so konnte der Greifswalder durch Bauernopfer in ein Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern abwickeln. Just als er dachte, dass der GM ihn noch lange quälen würde, kam das Remisangebot; welches ohne Nachzudenken angenommen wurde.

Warum eigentlich?

Dafür gab´s nur einen Grund: Mittlerweile hatte Wilko am Spitzenbrett gegen GM Ante Brkic eine wahre Luststellung erreicht: Mehrbauer, Mehrqualität, offener gegnerischer König; harmonisches Figurenspiel. Was will man mehr? Und so trat das ein, was keiner von uns für möglich gehalten hatte: Wilko gewann seine Partie und wir stehen zum ersten Mal im Halbfinale des Deutschen Pokals. Die 75minütige Panne auf der Rückfahrt konnte unsere Laune auch nicht trüben, und so richtig begreifen, was an diesem Wochenende passiert ist, dafür werden wir wohl noch einige Zeit brauchen.

 SK Kirchweyhe  :  Greifswalder SV (2:4 nach Berliner Wertung)
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 GM Brkic       -  Stubbe      0 : 1
 GM Stevic      -  Leisner   0,5 : 0,5
 GM Kovacevic   -  Kürsten     1 : 0
 GM Jovanovic   -  Weber     0,5 : 0,5

Nachtrag 2019-03-18 (RK) Inzwischen trudeln immer mehr Glückwünsche von Vereinen und Personen aus MV und "aller Welt" ein. Vielen Dank an alle für die große Anteilnahme an unserem "Schachmärchen". :-)

Die Sensation wurde auch auf der Homepage des Deutschen Schachbundes mit diesen Worten gewürdigt (Zitat): "Der Sieg des Greifswalder Schachvereins in der Pokal-Zwischenrunde am Sonntag sorgt in der ganzen Republik für Gesprächsstoff. Eine vierköpfiges, titelloses Amateurteam vom Greifswalder Bodden mit einem DWZ-Durchschnitt von 2193 hat vier gestandene Großmeister (DWZ-Schnitt 2554) vom Gastgeber SK Kirchweyhe besiegt und sich den Traum vom Pokalfinale erfüllt! Die Greifswalder können ihr Glück kaum fassen:"


Landespokal

ML GSV I: Max Weber
Email: webermax@online.de

GSV I

NrNameDWZ
9Müller,Nick2313
2Leisner,Hannes2296
5Stopsack, Malte, Dr.2242
1Weber,Max2238
3Stubbe,Wilko2223
4Kürsten,Rüdiger2193
6Woll,Wilfried1990
7Lange,Jannis1840
9Troyke,Jannis1733
8Bartel,Jethro1528

ML GSV II: Richard Valet
Birkenweg 3
17498 Potthagen
Tel.: 03834/500895
Email: RichardValet@GreifswalderSV.de

GSV II

NrNameDWZ
1Mildner,Jens2023
2Valet,Richard2006
3Schwahn,Christian1984
4Sowada,Christoph1941
5Grehl,Tino1817
6Nauschütz,Ernst1813
7Fröde,Andreas1734
8Kriese,Ralf1715
9Stoldt, Hans Helmut1467
10Marko Pitz1462

Mannschaftspokal: GSV I gewinnt Pokal- wie oft schon in Folge?

2018-11-18 (Rük) Am heutigen Sonntag machten sich zwei Greifswalder Mannschaften, sowie die Schachfreunde aus Güstrow-Teterow auf nach Graal-Müritz um den Mannschaftslandesschachpokal auszuspielen.

Alle Teams wurden von unseren Gastgebern freundlich mit Getränken, Vitaminen und Schokolade empfangen, vielen Dank dafür!

Unter der Obhut von Landesspielleiter Guido wurden die Auslosungen vorgenommen und bescherten uns leider schon im Halbfinale das GSV-Duell während Güstrow-Teterow und Graal-Müritz um den zweiten Finalplatz kämpften.

GSV I spielte mit Nick, Max, Rüdiger und Wilfried, gegen den GSV II mit Christian Schwahn, Richard, Andreas und Ralf. Ich kam ganz gut aus der Eröffnung, konnte den ein oder anderen Bauern einsammeln und letztendlich die Partie für mich entscheiden. Als nächstes einigten sich Max und Richard friedlich auf Remis. Auch Wilfried und Ralf steuerten nach diversen Wendungen den Remishafen an. Großes Drama erlebten wir dann an Brett eins. Nach spannenedem Partieverlauf und einigen nicht genutzten Chancen ergab sich ein Turmendspiel mit Mehrbauern für Nick auf einem Flügel, was Remis hätte enden können. Doch die Verteidigung mit knapper Bedenkzeit und nach fast 5 Stunden ist von außen betrachtet immer leichter, als am Brett und am Ende konnte sich Nick dann doch noch durchsetzten. Im Parallelkampf siegte Graal-Müritz nach 2-2 entsprechend der Berliner Wertung.

 Greifswalder SV II    1 : 3    Greifswalder SV

 1 Schwahn, Christian  0 - 1    Müller, Nick 
 2 Valet, Richard    0.5 - 0.5  Weber, Max 
 3 Fröde, Andreas      0 - 1    Kürsten, Rüdiger
 4 Kriese, Ralf      0.5 - 0.5  Woll, Wilfried

Im Finale trat GSV I dann gegen die Gastgeber in unveränderter Reihenfolge an.

Zuerst endete Max Partie in bedenklicher Stellung durch Remisgebot des Gegners. In meiner Partie wurde schlussendlich bis auf die Schwerfiguren alles weggeholzt, sodass auch hier ein Remis zu Buche stand. Unser Spitzenbrett sicherte mit einem souveränen Sieg letzlich den Pokalerfolg, woraufhin auch Wilfried nach wildem Partieverlauf alle Gewinnversuche einstellte und den Punkt teilte.

Fazit: der GSV holt den 9. Titel in Serie, Topscorer ist Nick mit 2/2. Vielen Dank an die freundlichen Gastgeber aus Graal-Müritz und Guido für die Ausrichtung!

 SSC Graal-Müritz    1.5 : 2.5  Greifswalder SV 

 1 Jansen, Andreas     0 - 1    Müller, Nick
 2 van Bentum, Horst 0.5 - 0.5  Weber, Max
 3 Moritz, Hartmut   0.5 - 0.5  Kürsten, Rüdiger
 4 Jeske, Holger     0.5 - 0.5  Woll, Wilfried

2018-11-19 (RK) Nachtrag Als Spieler von GSV II möchte auch ich mich bei SSC Graal Müritz für die tolle Ausrichtung bedanken. Dieser stellte nicht nur die großzügigen Räumlichkeiten (echt beneidenswert ;-) ) bereit sondern boten auch ein liebevoll gestaltetes "kaltes Bufett" für die Teams, der - ebenso wie der reichlich angebotene Kaffee - kostenfrei war. Eine sehr nette Geste. Toll fand ich auch, dass weitere Schachfreunde den Weg ins Spiellokal zum Zuschauen fanden, was erst eine richtige Turnieratmosphäre ausmacht.
Ein Dank auch an Guido, der nicht nur die Veranstaltung wie immer souverän leitete (es gab unter uns Schachfreunden sowieso keinen "Streitfall") sondern sich auch um solche "Kleinigkeiten" wie den quasi "live" mitlaufenden Ergebnisdienst verwaltete. Ein Service, der für so einen kleinen Landesverband wie uns sicher nicht selbstverständlich ist.

2018-11-23 (RK) Nachtrag II Der Gastgeber SSC Graal Müritz hat das Pokalfinale aus seiner Sicht auf seiner eigenen Homepage lesenswert beschrieben.

Mannschaftspokal: GSV I und GSV II im Halbfinale

2018-09-23 (RiV) Die Saison in MV begann für uns mit dem Viertelfinale des Mannschaftspokals und gleich mit dem Greifswalder Derby: SV Gryps gegen GSV II. Die erste Mannschaft hatte ein Freilos und war bereits im Halbfinale. Wir erspielten mit Richard, Christoph, Andreas und Helmut einen hohen und ungefährdeten Sieg: 3,5 zu 0,5. Wie es dazu kam, kann JETZT hier nachgelesen werden...

2018-09-30 (JoM) (auch auf Basis privater Mails, die ich dankenswerter Weise auswerten durfte)

GSV2 trat gegen Gryps in der ersten Runde in einer „Wundertüten- Konstellation“ an, weil vorher sehr unklar war, wie Gryps aufstellt. Am Spieltag klärte sich das Bild: Guido vorne und hinter ihm drei Nachwuchstalente.

Sehr schnell gewann Andreas. Andreas hat vor vielen Jahren schon mal für Greifswald gespielt, als unser Verein noch ganz anders hieß. Wir freuen uns sehr, Andreas, dass du wieder da bist und gleich auf Anhieb dich und uns mit einer schnellen Gewinnpartie beschenkst! Andreas wird diese Saison GSV3 verstärken.

Weiter geht es mit den Pokalbetrachtungen der Runde 1: „Helmut an Brett 4 hatte seinen Gegner schon überspielt, hätte dann aber bei einer sehr turbulenten Abwicklung wohl vielleicht in Nachteil geraten können. Da der Gegner den besten Weg verfehlte, führten wir mit 2:0. Daraufhin bot Richard am Spitzenbrett in deutlich bequemerer Stellung Remis an, was Guido akzeptierte. Damit war unser Weiterkommen gesichert“. Die letzte Partie von Christoph, der „einen Najdorf“ servierte, wurde bis in die letzten Minuten ausgekämpft. Sein junger Gegner mochte einen fragwürdigen Plan nicht revidieren und parkte seinen Springer dann mal mit 20. Sa1 zwischen. Christoph: „Das ermöglichte es mir, den Druck zu verstärken und schließlich mit einem Ablenkungsopfer die Qualität zu gewinnen. Zwar hatte ich bei relativ knapper Zeit (noch 20 Minuten - ohne Inkrement - für 15 Züge) hierbei übersehen, dass ich die Qualität umgehend wieder zurückgeben muss, doch konnte meine eingedrungene Dame zwei entscheidende Bauern einheimsen“.

Bilanz: Wir gewinnen mit 3,5 zu 0,5. Nimmt man den Rügenpokal und die Sommerturniere hinzu, ist nun die Mehrheit unseres Vereins „warm gespielt“ und die Saison kann kommen!

 SV Gryps          0.5 - 3.5   Greifswalder SV II	

 Springer,Guido    0.5 - 0.5   Valet,Richard
 Bohndorf,Tobias     0 - 1     Sowada,Christoph
 Völschow,Franziska  0 - 1     Fröde,Andreas,Dr.
 Kornejew,Anton      0 - 1     Stoldt,Hans-Helmut