Berichte von Turnieren mit Vereinsbeteiligung -- Saison 2017/2018


JLEM in Malchow

2017-12-09 (RK) Zehn Spieler unserer Jugendabteilung hatten sich für die LEM qualifiziert, damit gehören wir zu den stärksten Jugendabteilungen des Landes. Und das obwohl unsere älteren Semester, die die Quali sicher auch geschafft hätten, nicht angetreten waren. Leider reisten nur acht Qualifikanten nach Malchow an, da Theo in den Ferien verreist war und Jonas eine Infektion kurz vor Turnierbeginn niederstreckte.
Die acht angereisten Spieler brachten dann die größte Edelmetallbeute aus Malchow nach Hause, die unser Verein je hatte.

Wir logierten wie immer im Sporthotel Malchow, die uns wieder beste Bedingungen boten, nur zwei Hüpfer vom Spiellokal entfernt. Nur Marius, der mit Familie da war, wohnte privat. Wer vorne mitspielen will braucht schließlich auch die Nachtruhe, die in der JH nicht immer gegeben ist. Entsprechend war bei den Kleinen auch spätestens 20 Uhr das Licht aus, die Großen gingen gegen 21 Uhr in die Waagerechte - ob sie wirklich auch geschlafen haben?.... ;-)
Diese Disziplin machte sich bei unseren favorisierten Spielern bezahlt. Alle (über)erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen. Für unsere u12 Spieler und Anna war es jedoch ein sehr schweres Turnier.


Blick in den Turniersaal

Zu den Einzelkritiken: Sophie: Sie gewann das Turnier mit überragenden 5/5 Punkten. Lediglich Luisa Riesebeck, die hier eine starke Partie zeigte, konnte ihr Paroli bieten. Doch mit etwas Glück gewann sie auch dieses Match. Aus meiner Sicht hat Sophie schachlich einen Riesensatz gemacht. Wenn das so weitergeht, kann ich mich schon in der nächsten Saison warm anziehen, falls wir mal gegeneinander spielen sollten.
Marius: Als klarer DWZ-Leader in der u14 zeigte er, dass er das Stehvermögen hat, so ein Turnier zu gewinnen. Lediglich gegen Aaron Breß wackelte er, konnte aber doch noch ein Remis erkämpfen - das Einzige. Alle anderen Matches gewann er! Ein mehr als verdienter Titel.
Jannis: Lebte im Hotel richtig auf, zeigte auf dem Brett mutiges Angriffsschach und konnte sich auch fünfmal durchsetzen. Dazu kam ebenfalls ein Remis gegen Aaron. Das Eröffnungsexperiment im entscheidenden Match gegen Marius ging schief, er stand früh auf Abriss und Marius ist zu abgeklärt, um da noch Luft ranzulassen. Erneut hat es knapp nicht zum Titel gereicht doch Jannis kann mit dem Ergebnis zufrieden sein.
Artöm: Artöm begann mit einem Paukenschlag und besiegte den letztjährigen Vizemeister! Auch die zweite Partie war stark, nur ein Einsteller im ausgeglichenen Turmendspiel ließ ihn das Match verlieren. Zwar konnte Artöm diese Konzentration über das Turnier nicht ganz halten aber er zeigte, dass auch er sich qualitativ im Vergleich zum Vorjahr enorm verbessert hat.
Mattis: Ein Platz unter den ersten Fünf hätte die Erwartungen schon voll erfüllt doch Mattis spielte stark auf, gewann dreimal hintereinander und schlug dabei (allerdings mit etwas Glück) auch den neuen Landesmeister - der einzigen Punkt, den dieser abgab. Eine Niederlage gegen seinen "ewigen Konkurrenten" Lio warf ihn etwas aus der Bahn doch am nächsten Morgen siegte er weiter. In der vorletzten Partie warf er dann die Chance, sogar den Titel zu erringen über Bord. Mit einem Sieg in der letzten Runde landete er mit 5/7 Punkten und höchster Buchholz auf dem Bronzerang. Das Ergebnis ist nicht hoch genug einzuschätzen, denn er ist der einzige der besten fünf, der nächstes Jahr noch einmal in der u10 starten darf.
Felix: Nach einem mehr als glücklichem Remis und einem Sieg bekam Felix Spieler aus der oberen Hälfte des Feldes, die nur einen Tick besser als er waren aber trotzdem gewannen. Mit seinem zweiten Sieg in der Vorschlussrunde hatte er die Chance, sich ins Mittelfeld zu spielen, die er aber nicht nutzte. (Fast typisches Bild, die Entscheidung fiel durch Dameverlust "im Angriffsmodus" wegen einer übersehen Springergabel.) Trotzdem konnte Felix mit 2,5/7 Punkten seine DWZ bestätigen.
Crispin: Als jüngerer Jahrgang hatte er es besonders schwer. Konnte er in der u10 noch manchen dicken Lapsus durch seine taktischen Tricks ausbügeln, klappte das nun in der u12 nicht mehr. Seine Einsteller waren immer die Entscheidung, auch wenn er vorher durchaus auch mal besser stand. Hoffen wir, dass er sich daran gewöhnt, wirklich jeden Zug genau zu überlegen. Crispin blieb leider bei 0 Punkten.


GSV-Team-Turnier im Hotel

Anna: Für Anna war es das erste wirklich große Turnier mit auswärts Übernachten. Entsprechend zahlte sie auch Lehrgeld - siehe die Partie in der die Gegnerin "Matt" sagte und die Figuren aufbaute und Anna dagegen keinen Einspruch erhob. Es war kein Matt und Anna hatte gewaltiges Materialplus. Schachlich waren 3/7 Punkte konkret drin - es blieb jedoch bei einem. Kopf hoch Anna. Da muss jeder mal durch. Beim nächsten Turnier bist du dann auch eine erfahrene Spielerin.

Neben Schach haben wir auch einige Angebote der "GLauB" (Gute Laune Bande) ausprobiert, die neben einem üppig gefüllten Spielezimmer für die Kleinen (die ja bei allen Runden etwas schneller fertig werden) erneut ein großes Programm auf die Beine stellten, das vom Skat- und Maumau-Turnier über Eislaufen und Fußball bis zu Blitzschachturnieren und einem Betreuerschachturnier reichte.
Dabei entschieden sich Sophie, Jannis und Artöm fürs Schlittschuhlaufen, Mattis, Crispin, sein Papa und ich spielten Fußball, Crispin spielte außerdem das Blitzturnier für die Kurzen, Marius und ich zusammen in einem Team bei den Großen. Und wenn gerade mal Zeit war, wurde im Hotelzimmer ein Schachturnier gespielt.

Alles in Allem waren es sehr ereignisreiche Tage und für einige auch sehr erfolgreiche. Mal sehen, wie es nächstes Jahr läuft.....

Teilnehmerlisten, Ergebnisse, Tabellen, Fotos und viele weitere Infos auf der Homepage des LSV M-V


Ein Schachgroßmeister in Greifswald

2017-12-09 (StK) Am Samstag hatte der Greifswalder Schachverein Besuch aus Schweden: Zu Gast war Schachgroßmeister Axel Smith aus unserer Partnerstadt Lund, der seit vielen Jahren auch für das Spitzenbrett der 1. Mannschaft gemeldet ist.


Erstmals spielt ein Großmeister für den GSV!

Axel hatte ein anspruchsvolles Programm. Am Vormittag trainierte er die beiden besten Jugendlichen des Vereins Jannis und Marius. Es war zu merken, dass Axel ein erfahrener Trainer ist. Nach ein paar Taktikaufgaben, bei denen „um die Ecke“ gedacht worden musste, ging er jeweils eine Partie von Jannis und Marius durch, die diese ihm zuvor mit eigenen Kommentaren geschickt hatten. Passend zu den Motiven aus den Partien hatte Axel Endspielaufgaben ausgesucht. Zum Schluss konnten die beiden sich jeweils eine (bessere) Stellung aussuchen, die Axel dann im Simultan zu verteidigen versuchte.

Nach einer Laufeinheit (15 Kilometer in 70 Minuten!) und ein bisschen Pasta begann die öffentliche Nachmittagsveranstaltung im Koeppenhaus. Axel stellte sein zweites Schachbuch „e3 Poison“ vor, in dem ein Eröffnungsrepertoire vorgeschlagen wird, mit dem er seine letzte GM-Norm erfüllt hatte. Aufgelockert wurde das alles mit ein paar eingestreuten Anekdoten und Schachaufgaben. Anschließend konnte das System von allen praktisch ausprobiert werden. Die 1. Mannschaft traf sich anschließend zur Partievorbereitung für den Oberligakampf am Sonntag.

Am Abend gab es dann noch ein gemeinsames Essen in der „Goldmarie“. Danke an alle, die für diesen Tag mitgeholfen haben und Välkommen åter!


Senioren - LEM

2017-12-09 (RK) Vom 29.11. - 7.12. fand traditionell die Offene Seniorenmeisterschaft MV in Binz statt. Unter den 177 Teilnehmern waren auch Richard und Ernst, die die Startrangplätze 29 und 48 belegten.
Vor allem Richard spielte ein starkes Turnier. Mit 6,5/9 Punkten (und höchster Buchholz aller Teilnehmer) belegte er Platz 5 in der Endabrechnung - nur einen halben Zähler hinter dem Turniersieger! Dabei blieb er als einer von rund zwei Hand voll Spielern ungeschlagen. Eine starke Leistung, immerhin trat er gegen fünf Spieler der TopTen aus der Endtabelle an. Dafür wurde er mit einem ordentlichen DWZ- und ELO - Zuwachs belohnt.
Ernst belegte Platz 49. Auch das ist ein respektables Ergebnis, denn er musste oft gegen höher geratete Spieler antreten. Entsprechend konnte auch Ernst seine DWZ verbessern.

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LEM-Quali - Alle qualifiziert!

2017-12-06 (RK) Am vergangenen Wochenende fand für uns die LEM-Quali in Neubrandenburg statt. Unser kleiner Tross bestand aus Anna (u10w), Theodor (u10), Felix und Crispin (u12) sowie Artöm (der als 11jähriger die u14 Quali spielen musste). Gespielt wurde in der Aula der Integrierten Gesamtschule Vier Tore - eine Location, die mir bis dahin völlig unbekannt war. Diese entpuppte sich als ein großer Saal mit großer Fensterfront, der noch locker 30-40 Kinder mehr hätte aufnehmen können. Die Türen waren dicht, so dass im Spiellokal die nötige Wettkampfruhe herrschte, obwohl die Kantine zur Stärkung mit Sitzgelegenheiten gleich nebenan war. Es gab dazu einen Analyseraum zwei Etagen höher, so dass wuselnde / tandemspielende Kinder die noch Spielenden nicht stören konnten. Kurz, die Bedingungen empfand ich als hervorragend. Einziger Wermutstropfen: Die angebotene Übernachtung war gut 20 Minuten entfernt. Wir entschieden uns daher für die preiswerte Variante und fuhren beide Tage.


Mittagspause!

Einzelkritiken:
Da die u10 ein eigenes Mädchenturnier spielt, konnte Anna die Quali durchaus schaffen. Es stellte sich heraus, dass antreten reicht, um die Fahrkarte nach Malchow zu lösen. Aber Anna kämpfte auch gegen die Jungs mutig mit. 2/5 Punkte waren der Lohn. Im nächsten Jahr wird sich Anna auch gegen die Jungs durchsetzen können.
Theodor war für mich der Turnierfavorit in der u10. Doch neben vielen starken Zügen schlichen sich auch immer wieder Ungenauigkeiten, sprich Einsteller, ein. Mit 3/5 Punkten (Niederlagen gegen Platz 1 und 2) qualifizierte er sich locker, schöpfte sein wahres Potenzial aber nicht aus.
Felix, der letztes Jahr nur ganz knapp die Endrunde verpasste, sollte dieses Mal keine Probleme haben. Das zeigte er auch. mit 4,5/5 Punkten siegte er souverän in der u12. Der einzige halbe Punkt, den er abgab, gab er gegen Crispin ab.
Für Crispin würde es schwer werden. Als jüngerer Jahrgang musste er schon etwas Losglück haben. Und das hatte er! Nach einem Auftaktsieg und einer Niederlage gegen den DWZ-Leader schaffte er etwas überraschend ein Remis gegen Felix und setzte sich auch in Runde 4 durch. Die Losfee bescherte ihm ein Freilos und damit die Fahrkarte nach Malchow.
Artöm sollte, den Trainingseindrücken nach, die Quali schaffen. Das war jedoch einfacher geschrieben als gespielt, da die DWZ-Abstände zwischen Platz 5 (reicht für die Quali) und Platz 9 lächerlich gering waren. Ob Artöm sein Können aufs Brett bringt? Ja! Nach einem leichten Auftaktsieg stellte er gegen die Nr. 2 der Rangliste in der Eröffnung einfach einen Bauern ein - und hielt die Partie trotzdem locker Remis. Nach Remis in Runde 3 sah alles ganz einfach aus. Dann wieder der "alte" (oder "kleine") Artöm? In Runde 4 hatte er seinen Gegner bereits glatt überspielt - und verlor noch durch zwei Figureneinsteller. Nun war volle Konzentration in der 5. Runde angesagt. Die Vorbereitung ging zwar ins Leere (die Gegnerin entschied sich für Vierspringerspiel statt Spanisch, womit die vorbereitete Variante nicht aufs Brett kam) aber hier zeigte Artöm, dass er sich konzentrieren kann, wenn er will. Nach nicht gelungener Eröffnung konnte er seine Gegnerin irgendwann überspielen. Im Bewusstsein, unbedingt gewinnen zu müssen, wich er jeglichem Risiko aus und wählte (absichtlich!) immer Varianten, die zwar objektiv nicht die allerstärksten Züge waren aber eben den klaren Vorteil sicherten und kein Gegenspiel zuließen. Eine starke Vorstellung.

Schachlich gesehen war es vielleicht fraglich, den Kids ein so hartes Wochenende ohne Übernachtung vor Ort zuzumuten (siehe Partien von Theo und Artöm). Doch letztlich können wir sagen: "Ende gut, alles gut." Mit nun 10 Spielern, die die LEM spielen dürfen, stellt unser Verein eines der größten Vereinskontingente. Bis jetzt ist das unser erfolgreichste LEM-Turnus.

Ergebnisse, Tabellen, Infos und viele, viele Fotos auf der Homepage des LSV M-V


XXVI. Torgelower Nachwuchsopen

2017-11-19 (RK) Am 4.11. starteten gleich neun unserer Nachwuchsspieler beim Torgelower Nachwuchsopen. Nr. 10, Mattis (der Pokalverteidiger u8), musste krankheitsbedingt passen. In der u10 Gruppe spielten Theo, Crispin, Frieder, Anna und Hannes. (Die letzten 4 noch in der u8 Wertung). In der u14 Gruppe starteten Marius, Sophie, Artöm und Felix - die letztgenannten in der u12 Wertung. Von den Großen war leider keiner dabei.
Ich wurde zwei Tage vor Turnierbeginn gefragt, ob ich als Schiri aushelfen würde. Ich ließ unsere Torgelower Schachfreunde natürlich nicht hängen. Da ich bei den "Kurzen" schiedste, konnte ich die Großen leider nicht beobachten. Aber vermutlich sind die eh' froh, wenn ich sie in Ruhe lasse. ;-)


Suchbild: Finde neun GSV-Nachwuschspieler!

Marius konnte das Turnier überlegen gewinnen. Er gab lediglich ein Remis gegen die Torgelower Nachwuchshoffnung Aaron Breß ab. Artöm bewies einmal mehr sein Schnellschachtalent. Unter 42 Spielern belegte er als einer der Jüngeren Platz 12 mit 4 Punkten. Ebensoviele Punkte holte Sophie, die ein paar neue Eröffnungen testen wollte. Unser Jüngster in diesem Feld, Felix, belegte mit 3 Punkten einen Platz im hinteren Mittelfeld.

Bei den Kleinen überzeugte Theo. Er erspielte sich mit 5/7 Punkten Platz 6. Ich bin mir sicher, dass bei etwas größerer Konzentration (wahlweise mehr Glück) auch ein Platz auf dem Treppchen drin gewesen wäre. Anna und Hannes begannen stark. Insbesondere die Partie gegeneinander war stark von beiden gespielt. Nach dem Mittag ließ dann die Konzentration etwas nach. Beide erreichten 2,5 Punkte. Lustigerweise wurden sie noch von Frieder überholt, der 3 Punkte auf dem Konto hatte (darunter aber auch gegen "spielfrei"). Unser Ältester Spieler in dieser Gruppe - Crispin - landete mit 3/7 Punkten im Mittelfeld.

Das Turnier war dieses Jahr ein voller Erfolg. 90 Spieler, die Hälfte aus dem Nachbarland Polen, einige Gäste aus Brandenburg und Berlin füllten die Räume. Schade, dass uns der große Saal nicht zur Verfügung stand aber vielleicht war die Aufteilung in zwei Gruppen auch nicht sooo schlecht. (Zumindest in meinem Spielsaal herrschte während der Partien "sakrale Stille".) Mal sehen, wie sich der Greifswalder Tross im nächsten Jahr schlägt....

Ergebnisse, Tabellen, Infos und viele, viele Fotos auf der Homepage des SAV Torgelow


NVM in Greifswald – GSV-Vierer schlägt sich achtbar

2017-09-26 (HL) Vom 07.-10.09. fanden die Norddeutschen Vereinsmeisterschaften in der Altersklasse U16 in Greifswald statt. Gespielt wurde im MaJuWi. Als Ausrichter durften auch wir eine Mannschaft stellen, zu der Jannis, Jonas, Sophie, Mano und Conrad gehörten. Nach einer verdienten Auftaktniederlage schaffen wir schon in der zweiten Runde Historisches: Nach einem Sieg von Jannis und Remis von Jonas verteidigt Mano sein Turmendspiel mit Minusbauer heroisch über die volle Distanz. Sein Remis beschert uns ein 2-2 und so den ersten Mannschaftspunkt einer GSV-Mannschaft bei einer NVM U16 überhaupt.
Der Folgetag verläuft spiegelbildlich: Am Vormittag verlieren wir verdient, am Nachmittag schaffen wir ein 2-2 gegen Kreuzberg, die allerdings krankheitsbedingt nur zu dritt spielen.

Die spannenden Kämpfe sollten allerdings erst noch kommen: Gegen unsere Fünftrundengegner, den Peiner SV, rechnete ich uns gute Chancen aus. Sophie steht schnell auf Sieg und auch Jonas und Mano stehen okay. Jannis verliert aber nach mehreren Fehlern bald. Manos Stellung wird derweil immer schlechter – aber sein junger Gegner befindet sich mit einer Minute für über zehn Züge in furchtbarer Zeitnot. Dennoch bleibt unser Flehen um Remis unerhört und Manos Stellung bricht wenig später zusammen. Ärgerlich für uns, aber toll, dass Kampfgeist im Schach zuweilen auch belohnt wird. Jonas, der sein remises Turmendspiel nun auf Sieg spielen muss, überzieht und verliert leider auch noch. Das 1-3 gegen Peine ist unsere vielleicht schmerzhafteste Niederlage.


Sieg im Duell gegen den Landesmeister.

Am Nachmittag spielt erstmals Conrad für Mano an Brett 4. Gegner ist der Landesmeister aus Torgelow. Jannis, dessen Gegner bereits im sechsten Zug fehl greift, steht schnell auf Sieg und gewinnt ohne Schwierigkeiten. Jonas steht dagegen nach schlechter Eröffnungsbehandlung bald schlechter und muss eine Figur gegen zwei Bauern opfern. Sophie spielt die Eröffnung gut, lässt aber einen starken Plan aus. Noch während der Schreiber dieser Zeilen der verpassten Möglichkeit hinterher trauert, beginnt Sophies Gegner seine Struktur am Damenflügel zu zerstören. Sophie nutzt diese Möglichkeit und gewinnt wenig später. Und Conrad? Unser neues viertes Brett hat eine taktische Stellung auf dem Brett, in der er Läufer und Springer gegen Turm und zwei Bauern gibt und so die gegnerische Königsstellung zerstört. Nachdem sein Gegner einen vergifteten Bauern verspeist, zaubert Conrad ein Matt in drei aufs Brett: 3-1 für uns.

Nach dieser Glanzleistung spielt Conrad natürlich auch in der letzten Runde im Prestigeduell gegen Makkabi Rostock. Wieder entsteht eine taktische Stellung, allerdings nur mit Chancen für uns. Nachdem der Gegner die erste Angriffswelle mit genauem Spiel abwehren konnte, erliegt er der zweiten: Conrad setzt wieder matt. Auch Jonas Gegner verteidigt sich akkurat und so kann Jonas sein besseres Damenendspiel nicht verwerten. Da Sophie sehr schlecht steht, hängt der Ausgang des Kampfes von Jannis ab, der ein Wolgaendspiel auf Sieg presst. In seiner besten Partie in diesem Turnier lässt Jannis dem Gegner keine Chance und sichert uns den zweiten Mannschaftssieg.

Mit 6 Mannschaftspunkten belegen wir einen fantastischen 14. Platz und sind beste Mannschaft aus MV. Unsere Stärke war neben der guten Stimmung in der Mannschaft vor allem, dass jeder Spieler seinen Beitrag geleistet hat – alle fünf haben zu mindestens einem Mannschaftspunkt beigetragen. Hervorgehoben sei außerdem, dass wir mit Conrad den einzigen Spieler mit 100% im Turnier stellen.

Ergebnisse, Tabellen, Infos auf der GSV - Homepage
Ergebnisse, Tabellen, Fotos auf der LSV M-V - Homepage


GSV beim SSC

2017-07-31 (HL) Vorige Woche fand vom 26. bis zum 30.07. das 16. SSC - Open in Rostock statt. Die gestreckten sieben Runden Schweizer System ließen sich auch einige GSV´ler nicht nehmen. Neben Hannes und Ulli war auch der Youngster Jannis Troyke sowie Neuzugang Marius Fromm, welcher in Rostock noch unter seinem Heimatverein firmierte, dabei. Von der Anzahl der Teilnehmer her war es mit fast 100 (!) Teilnehmern das größte Turnier in MV. Neben den "üblichen Verdächtigen" GM Rene Stern und GM Stellan Brynell hatte es sogar eine Reisegruppe aus Thüringen in die Hansestadt geschafft. Unter der illustren Truppe der SG Blau-Weiß Stadtilm waren viele Kinder- und Jugendspieler mit dabei. Also bestand Hoffnung, dass man auch Gegner bekam, die nicht aus dem MV-Sumpf stammten.

Und genau deswegen hieß eine Paarung in der 1. Runde Ulli vs. Jannis. Die Partie endete nach knapp 20 Zügen friedlich, in dem Moment als Ulli keine aussichtsreichen Angriffschancen mehr für sich sah und Jannis seine Stellung aufgrund des französischen Gepräges ein Greuel war. Ulli kam in Runde 2 und 3 nochmal gegen zwei Nachwuchsspieler aus MV - unter anderem dem u16-Sieger Jannis Lange - und konnte beide Partien für sich entscheiden. Leider musste er krankheitsbedingt den Freitag aussetzen, nur um am Samstag und Sonntag wieder aufzutauchen und weiter zu spielen. Am Ende Platz 29 mit 4 Punkten.

Jannis tat das Auftaktremis gut, so konnte er in Runde 2 eine DWZ von fast 1900 umnieten, nur um dann in Runde 3 gegen DWZ 2100 klar auf Gewinn zu stehen, diesen dann jedoch in Zeitnot verspielte und zum Schluss mit leeren Händen da stand. Doch egal, wir fallen ja, damit wir wieder aufstehen, und siehe da in Runde 4 wurde die ungenaue Eröffnung (1.e4 e6 2.d4 f5??) von Holger Jeske von Jannis knallhart bestraft. Es folgte noch 1 Punkt gegen stärkere Gegner, sodass sich Jannis mit 3,5 Punkten (beste Buchholz) auf Platz 39 wieder fand. Bei einem Setzlistenplatz von 56 ein super Ergebnis, ebenso wie das DWZ-Plus von 100 Punkten.

Märtin - Troyke
Welchen positionell wünschenswerten Zug machte Schwarz?
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Leisner - Schönrock
Darf sich Weiß auf e5 bedienen?
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Kotyk - Leisner
Woran scheitert 11.d5?
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Marius startete mit einer Niederlage, meldete sich mit zwei Siegen zurück und hielt in Runde 4 gegen DWZ von fast 2100 Remis. Natürlich aus der Position der Stärke heraus, wie ein bestimmter Greifswalder Spieler zu sagen pflegt. Es folgte noch eine Niederlage und ein Sieg bevor in Runde 7 ein Generationenduell statt fand. Marius (Jahrgang 2004) setzte seinen Gegner, Christian Schroeder (Jahrgang 1934!) in der Eröffnung und im Mittelspiel gut unter Druck, was eine Mehrfigur einbrachte. Doch dann spielten die 70 Jahre (!) mehr Schacherfahrung und setzte wiederum Marius unter Druck, der in der Vorteilsverwertung ein, zwei Fehler einstreute. So endstand ein Endspiel mit Minusqualität für Marius, doch, durch einen "Bauerntrick" konnte Marius die Partie noch drehen und gewinnen. Zum Schluss bleiben 4,5 Punkte, Platz 24 (Setzliste 37) sowie eine Menge Erfahrung.

Hannes konnte erwartungsgemäß die ersten beiden Runden gewinnen, nur um in Runde 3 den sicheren Sieg im Turmendspiel durch eine Fehlberechnung aus der Hand zu geben. Und in Runde 4 war es nach seiner Eröffnungskatastrophe ein Spiel auf sein Tor, auch wenn es noch 2,5 Stunden dauerte. Die abschließenden Pflichtsiege waren dann mehr oder weniger unspektakulär. Somit bleibt Platz 7 (Setzliste 5) mit 5,5 Punkten.

Sieger wurde der Berliner Rene Stern mit sagenhaften 7/7. Ich kann mich seinen Worten bei der Siegerehrung nur anschließen: Es war ein schönes Turnier, die Ausrichtung - mehr oder weniger getragen von Ehrenämtlern - ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit, und alles hat wunderbar geklappt. Vielen Dank an den SSC 07. Alle Infos gibt´s auf der Turnierhomepage.

  • PS (HL) Ich hätte natürlich auch gerne noch andere Partien genommen, aber das Fragment von Jannis war das Einzige, an das ich mich noch erinnern konnte.


Sonstige Turniere anderer Saisons