2. Mannschaft (Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern)
(Saison 2018/2019)

Die 2. Mannschaft des Greifswalder Schachvereins spielt in der Saison 2018/2019 in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern.

ML: Jochen Malchau, Tel.: 03834 3508604, Mobil: 0176 83160879, Email: jmalchau@gmx.de
Spiellokal: VCH-HOTEL Greifswald, Wilhelm-Holtz-Strasse 5 - 8, 17489 Greifswald, Telefon (03834) 516-0

NrNameDWZRd 1Rd 2Rd 3Rd 4Rd 5Rd 6Rd 7Rd 8Rd 9
1Reyer,Ulli2094 1       
2Fromm,Marius1988  0,5      
3Grzesik,Thomas2230  0,5      
4Lange,Jannis184010,50      
5Mildner,Jens2023-        
6Lenz,Rudi211510,50      
7Schwahn,Christian1984110,5      
8Woll,Wilfried19851 0,5      
9Troyke,Jannis1895110      
10Valet,Richard2006  0,5      
11Gwiazda,Slawomir1945 0       
12Sowada,Christoph194100,5       
13Hertel,Johannes1915         
14Lanin,Boris2072         
15Dombrowski,Frank1873 0,5       
16Sichler,Jakob1666         
17Grehl,Tino1817         
18Bartel,Jethro1528         
19Malchau,Jochen1703         
20Kriese,Ralf1715         
21Nauschütz,Ernst18130,5        
22Zimmermann,Bernd1540         
Spielberichte
Runde 1 || Runde 2 || Runde 3 || Runde 4 || Runde 5 || Runde 6 || Runde 7 || Runde 8 || Runde 9

Runde 9

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Runde 8

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Runde 7

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Runde 6

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Runde 5

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Runde 4

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Runde 3

Belastungstest

18-11-25 (JoM) Nachdem wir uns in den ersten Runden mit Punkten verwöhnten, ist heute der Tabellenführer mit einer starken, spielerfahrenen Formation bei uns zu Gast. Schwerin II belegt seit rund drei Jahren den ersten Platz in der Verbandsliga. Sie werden in die Oberliga aufsteigen können, wenn - gemäß des Reglements - Schwerin I dort den Platz durch einen Aufstieg in die 2. Bundesliga freimacht. Die erste Idee, diesen Artikel unter das Motto "Elchtest" zu stellen, läuft ins Leere. Der ausführliche Bericht. wird Remis- Partien würdigen: Mal wurde ein starker Gegner neutralisiert, mal früh gepunktet, mal länger um Vorteil gekämpft: Eine große Bandbreite von Remis- Partien harrt ihrer Erwähnung. Jede Partie mit ihrem eigenen Charme.

In der ersten Stunde remisiert Thomas gegen den am höchsten bewerteten Gegner unserer Gäste. An Brett 8 erzielen die zwei Vereinsvorsitzenden Richard und Sven einen halben Punkt, wobei letzterer in ein Mittelspiel des Vorstoßfranzosen mit hoher Remis- Tendenz einleitet. Am Brett 4 geraten wir in Rückstand. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf Brett 6: Wilfrieds Dame schlägt b7 – Abenteuer gegen einen „21er“ wird vom frühzeitigen Verbrauch rund einer Stunde Bedenkzeit beider Kontrahenten verschärft. Keiner sieht durch, ob die Dame gefangen werden kann, der Materialvorteil ausschlaggebend oder alles im dynamischen Gleichgewicht ist: Letzteres sagt der Computer. Doch wer soll das alles mit knapper Zeit berechnen? Es folgen Punkteteilung und eine ausführliche Analyse in der Hotellobby

Um die vierte Stunde spielen noch Christian, Jannis, Jannis und Marius. Christian opfert eine Figur für 2 Bauern und Initiative. Hier ist er nah dran am Sieg, lehnt 2 Remisangebote ab, findet dann jedoch nicht den Weg, taktisch die Partie zu beenden, sodass diese in eine Stellung verflacht, in der es für ihn nichts mehr zu gewinnen aber etwas zu verlieren gibt: Das dritte Remisangebot wird angenommen. Jannis T und Jannis L kämpfen stundenlang vorbildlich in schwierigen Stellungen gegen höher geratete Gegner und nehmen für diesen Tag „nur Erfahrung“ mit nach Hause. Marius gelingt es an Brett 1 gegen den Landesmeister MV des Jahres 2012 in einer positionellen Partie mit Schwarz einen Vorteil herauszuarbeiten. Trotz zahlreicher Versuche bleibt es auch hier bei einem halben Punkt zu fortgeschrittener Stunde.

Einschätzung: Schwerin II ist eine starke, oberligaerfahrene Mannschaft. Es wird deutlich, dass sie sehr viel Spielpraxis haben und „ihren Vorsprung nach Wertungszahl auf die Bretter bringen können“. Im Hinblick auf die Erste, ist „das Aufstiegsgespenst“ derzeit kein Thema. Ich sehe weiterhin das Potenzial für eine Platzierung ziemlich weit vorne.

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Runde 2

Sieg in der Landeshauptstadt

2018-11-21 (UR) In der 2. Runde hatten wir unser erstes Auswärtsspiel gegen die 3.Mannschaft der Schachfreunde Schwerin. Frank fuhr den Mannschaftsbus und so hatten alle außer ihm eine entspannte Anreise. Rudi war am optimistischsten: Nachdem er schon im Bus ein 6:2 prognostiziert hatte, wiederholte er die Ansage nach Ansicht der Schweriner Aufstellung. Angesichts der Tatsache, dass wir nur in den Weißpartien an 1 und 3 favorisiert waren, war das wohl doch etwas zu siegessicher.

Nach 2 Stunden zeichneten sich erste Strukturen ab: Ulli war an 1 mit Vorteil aus der Eröffnung gekommen und hatte seinem Gegner beim Übergang ins Endspiel einen Bauern abgeknöpft. Jannis Lange hatte seinen Sizilianer modern behandelt, auf die Rochade verzichtet und durch den Vorstoß des h-Bauern Raum am Königsflügel gewonnen. Er schickte sich nun an, gegen den weißfeldrigen Läufer seines Gegners zu spielen. Rudi hatte in der einzigen Partie, die nicht mit 1.e4 eröffnet wurde, ein starkes Zentrum etabliert und stand besser. Bei Christian stand an Brett 4 mit der Caro-Kann Vorstoßvariante das Thema das Mannschaftskampfes zur Debatte. Christians Widersacher war wohl zu ungestüm vorgestürmt und Christian setzte nun an den Schwachpunkten der Position Bauernhebel an. Das sah sehr gut aus. An Brett 5 führt Jannis Troyke eine sizilianische Attacke gegen den unrochierten König seines Gegners. Auch das sah nicht schlecht aus. Slawomir hatte eine spannende Stellung mit heterogenen Rochaden auf dem Brett, unmöglich hier einen Ausgang vorherzusagen. Christophs Vorstoßvariante war nicht gut gelaufen, sein Zentrum begann sich aufzulösen und es drohte ein Bauer abhanden zu kommen. Dies war die einzige Stellung, die Anlass zu Sorge gab. Frank hatte ebenfalls gegen die Vorstoßvariante die Damen getauscht und hatte nun die leicht angenehmere Struktur.

Etwa eine Stunde später brachte uns Christian in Führung und Christoph konnte durch einen taktischen Trick ins Remis entkommen. Zwar konnten die Schweriner nochmal ausgleichen, weil Slawomirs Gegenangriff zu spät kam, aber wirkliche Spannung kam nicht mehr auf, weil Ulli an 1 und Jannis an 5 auf Gewinn standen. Obwohl Jannis etwas knapp an Zeit war brachten beide den Punkt schließlich nach Hause und Rudi machte Remis ,wohl gerade in dem Moment, als sich die Partie gegen ihn zu wenden drohte. Es stand 4:2 und Franks Stellung war unverlierbar, so dass der Kampf gelaufen war. Da machte es auch nichts, dass Jannis an Brett 2 die Aktivierung des gegnerischen Läufers nicht verhindern konnte und jetzt mit dem Rücken zur Wand stand. Franks Stellung wurde einige Züge später Remis gegeben, letztlich konnte er leider seine etwas angenehmere Struktur nie zu etwas Greifbarem verdichten. Den Schlusspunkt setzte Jannis Lange an 2, dessen hartnäckiger Widerstand schließlich mit einem Remis belohnt wurde. Also am Ende ein verdienter 5:3 Sieg und in der nächsten Runde erwarten wir die 2.Mannschaft der Schachfreunde zum Spitzenkampf in Greifswald.

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Runde 1

Ein spannender Sieg zum Saisonauftakt

2018-10-22 (Jom) Erste Runde: Heimspiel gegen Ludwigslust ("Lulu"). F. Kafka: "Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da."

Mit sieben Mann setzen wir uns zum Saisonauftakt ans Werk. Ernst erzielt früh einen halben Punkt. Viele Partien sind sehr unübersichtlich. Jannis L spielt eine Angriffspartie mit Schwarz unter Verzicht auf die Rochade, mit vorrückendem H- Bauern und Besetzung der H-Linie. Die fast komplett von ihm verwandte Bedenkzeit scheint gut investiert. Auch wenn für einen Laien, der übers Brett blickt, nicht auf Anhieb durchschaubar - schon die Kombination im 21. Zug erweist sich für das gegnerische Brett in wenigen Zügen als verlustbringend: Ein Einstand nach Maß für unseren Neuzugang. Und das gleich an Brett 1 der Verbandsliga. Wie der Saisonauftakt im Detail verläuft, wird bald hier fortgesetzt:

Im Vorfeld dieses Wettkampf, macht sich der Mannschaftsleiter viele Gedanken, was alles schief gehen könnte; befolgt den oben an den Anfang gestellten Rat von Franz Kafka somit nicht. Auch steht der 16.10.16 im Raum. Ein Tag, an dem Lulu in Lulu uns mit 5:3 besiegte und damit den Klassenerhalt für die damalige Saison auf den vorletzten Spieltag zu verschieben half. Um es einfach mal ein bisschen spannender zu machen. Heute läuft es anders: Virtuell sind wir geteilter Tabellenführer. Die Partien im Einzelnen:

An Brett 3 wählt Rudi in seinem Debüt für GSV mit Schwarz einen indischen Aufbau. Der Gegner verlässt mit der Aufgabe des Läuferpaars im sechsten Zug übliche Pfade. Und wieder ist ein modernes Phänomen zu beobachten: Ähnlich wie beim Brett 1 und auch im aktuellen Großmeisterturnier auf der Isle of Man: Rudi rochiert nicht sondern spielt g5 und auch g4. Und schon im 16. Zug hat er Dame und Turm auf der offenen G- Linie gegen den gegnerischen König verdoppelt. Sein schwarzfeldriger Läufer hat keinen Gegner (s.o.!) und wird zum Riesen auf dem Brett, sowohl mit offensiver als auch defensiver Funktion. Im 26. Zug stockt mir der Atem, weil ich denke, Weiß hätte einen Figurengewinn sicher. Doch wie von Zauberhand fügen sich Mattbilder und die verteidigenden Figuren stehen sich auf den Füßen. So ist im 27. Zug plötzlich Schluss und Rudi erzielt den zweiten vollen Punkt.

Länger arbeiten müssen Christian und Wilfried. Christian opfert einen Bauern für aktives Spiel im Zentrum und erzeugt eine unbalancierte Stellung. Hier versucht der Gegner, statt zu rochieren, mit e5 zu blocken. Doch Christian versteht es, Linien im Zentrum zu öffnen und sich einen Vorteil zu erarbeiten. Er zieht seinen A- Bauern vor, lässt sich einen Läufer vorübergehen abklemmen. Da der Gegner einen versteckten Springerrückzug bei Zugnummer 26 verpasst und stattdessen in einer Kombination einen Bauern und das positionelle Gleichgewicht einbüßt, kann Christian groß aufspielen, in unübersichtlichen Kombinationen weiter Material gewinnen und dieses schlussendlich teils zurückopfern: Ein Bauernendspiel mit zwei Mehrbauern stünde um den 60. Zug auf dem Plan, was sein Gegner dann aufgibt. Wilfried kommt mit Schwarz aus der Eröffnung mit einem positionellen Vorteil heraus, in Form eines gedeckten Freibauern auf der C- Linie. Im Rahmen seines Offensivspiels gibt er zwei Türme für die Dame, was nicht immer gut ist. In diesem Falle hat die gegnerische Stellung aber eklatante Schwächen auf den weißen Feldern rund um den schlecht geschützten König: Diese werden von der Dame ausgenutzt, während die gegnerischen Türme durch den gedeckten Freibauern von Wilfried gebunden sind. Einzig allein ein Springer des Gegners, macht Schwierigkeiten. Der Spielsaal ist schon recht leer, als der Gegner, nicht ganz optimal, durch ein verzweifeltes f4 ein Matt in 4 einleitet: Ein voller Punkt für Willfried.

Jannis T spielt mit Weiß an Brett 6 gegen einen 1800er. In einer Eröffnung, die sowohl eine Pirc als auch eine „moderne Verteidigung“ sein könnte, werden schnell Theoriepfade verlassen. Schwarz muss irgendwann das Zentrum aufhebeln, weil Weiß in diesen Varianten immer einen riesen Raumvorteil hat. Nur wie? Der Vorstoß ….8. b5 hinterlässt Schwächen bei Schwarz und bringt Weiß nicht in Bedrängnis. Im Gegenteil: Jannis hebelt den Bauern an und verlässt die Eröffnungsphase mit fast schon entscheidendem Vorteil. Sein Gegner muss Zeit investieren, um den Laden zusammenzuhalten, während Jannis einen riesen Entwicklungsvorsprung erzielt. Schließlich entsteht ein Endspiel mit einem vorgerückten weißen Freibauern auf der A- Linie und gewissem Gegenspiel durch Turm und Springer seitens von Schwarz. Auch Jannis verwertet seinen Vorteil sicher zum vollen Punkt.

Nimmt man das frühe Remis von Ernst hinzu, der dankenswerterweise Weise als Ersatzspieler aushilft, so gewinnen wir mit 5,5 : 1,5. Und das obwohl wir durch ein organisatorisches Missgeschick aus Versehen Brett 2 freilassen müssen. Ein starker Auftakt von GSV2, welcher Lust auf mehr macht.

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