1. Mannschaft (Oberliga Nord-Ost)
(Saison 2017/2018)

Die 1. Mannschaft des Greifswalder Schachvereins spielt auch in der Saison 2017/2018 wieder in der Oberliga Nord, Staffel Ost.

ML: Dr. Rüdiger Kürsten
Spiellokal: VCH-HOTEL Greifswald, Wilhelm-Holtz-Strasse 5 - 8, 17489 Greifswald, Telefon (03834) 516-0

Terminplan beim Deutschen Schachbund

Tabelle und alle Mannschaftsaufstellungen

NrNameELORd 1Rd 2Rd 3Rd 4Rd 5Rd 6Rd 7Rd 8Rd 9
1Smith, Axel2507         
2Müller, Nick2268110,5      
3Der Webermax22640,510,5      
4Leisner, Hannes22560,50,50,5      
5Teschke, Olaf2231  0,5      
6Bartolomäus, Christian22340,5 0      
7Stubbe, Wilko2173110,5      
8Kürsten, Rüdiger2172100      
9Grzesik, Thomas2272         
10Kalhorn, Stefan2150110,5      
11Woll, Wilfried2080         
12Mildner, Jens2124         
13Valet, Richard1989         
14Reyer, Ulli21580,51       
15Schwahn, Christian1977         
16Sowada, Christoph1950 1       
17Fromm, Marius1824         
18Troyke, Jannis1749         
Spielberichte
Runde 1 || Runde 2 || Runde 3 || Runde 4 || Runde 5 || Runde 6 || Runde 7 || Runde 8 || Runde 9

Runde 9


Runde 8


Runde 7


Runde 6


Runde 5


Runde 4


Runde 3

Ernst genommen

2017-11-12 (HL) Wie letztes Mal angekündigt, fand heute das auswärtige Spitzenspiel gegen SK König Tegel II statt. Und dass die Berliner uns ernst nehmen, zeigte schon die Aufstellung, mit der sie antraten: Von 1 - 9, nur Brett 2 wurde frei gelassen. Wir in altbewährter Manier, dieses Mal durch Olaf verstärkt. Die Mannschaftsbesprechung lieferte dann folgendes Credo: "Wenn alle Remis spielen, können wir nicht verlieren". Um 11 wurde dann das Spitzenspiel mit dem anderen Spitzenspiel (Tegel vs. Schachfreunde Berlin in der 2.BL Nord) angepfiffen.

Aber wie der vorgegebenen Parole gerecht werden? Olaf entschied sich für eine Hau-drauf-Variante im Budapester Gambit, welche den Gegner von Anfang an ordentlich unter Druck setzte. Nachdem dieser abgeschüttelt war, verblieb Olaf mit einem Mehrbauern und großem Zeitvorteil, allerdings auch vielen Bauernschwächen; nach etwas über zwei Stunden einigten sich beide friedlich. Hannes entschied sich - nachem er in der Eröffnung überrascht wurde - für die "Safety-first"-Variante und war nach knapp 2,5 h mit einem Remis fertig. Nick am Spitzenbrett konnte wohl immerhin etwas Druck generieren, aber dieses Mal hielt der Winawer des Gegners stand, auch hier Remis nach ca. knapp 3 h. Währenddessen ging bei Christian irgendwo eine Leichtfigur flöten: Tegel lag 1:0 in Führung. Gegen 14:30, als alle anderen Partien noch liefen - machte sich der Schreiber dieser Zeilen auf dem Heimweg.

Verheißungsvoll sah es jedoch nicht aus. Rüdiger hatte eine klare Schwäche auf e4, Wilko lief seinem in der Eröffnung verlo...äh...geopferten Bauern hinterher, nur Stefan schien leicht angenehmer zu stehen. Aber angenehm stehen allein reicht nicht zum Sieg und bei guter Verteidigung ward es am Ende Remis. Max an Brett 2 schien mir nie wirklich in Gefahr zu sein, auch da Remis. Zum Schluss musste sich Rüdiger angesichts seiner Schwächen geschlagen geben und Wilko hat sich wohl noch "herausgeknaupelt", wie es bei ihm so schön heißt.

Fazit: SK König Tegel II gewinnt verdient mit 5:3 und wir sind wohl ganz froh, dass es keine klare Klatsche geworden ist.


Runde 2

Hier könnte ihre Werbung stehen (aka mir fällt gerade keine passende Überschrift ein)

2017-10-22 (HL) Knapp zwei Wochen nach der ersten Runde, fand heute auch schon die nächste statt. Als Novum empfingen wir den Tus Makkabi Berlin in Greifswald. Unsere Aufstellung blieb fast gleich, nur Barto rutschte raus, dafür Christoph hinten rein. Dagegen schienen unsere Gegner es schwieriger zu haben, eine voll-kompetitive Mannschaft in die Hansestadt mobilisieren zu können, ab Brett 6 waren wir wieder klarer Favourit. Dementsprechend war der Kampfplan: hinten die Punkte einsammeln und vorne erstmal spielen.

Christoph durfte am 8. Brett gegen ein ca. 10-jähriges Kind spielen (In Berlin wohl einer von vielen, in MV würde er mit Handkuss genommen werden). Diese Bürde (Siegzwang, schwindende Bedenkzeit, alles unter Blicke der Mannschaftskollegen) konnte er letztendlich souverän lösen und den Sieg einbringen. Ebenfalls gegen einen Jugendlichen spielte Nick am Spitzenbrett. Doch Leonid Sawlin ist kein Unbekannter, war er doch u16-Europameister, u18-Mannschaftseuropameister und vor kurzem auch DLM-Sieger mit Berlin (mit 6/7 am 1. Brett). Gefühlt also keine leichte Aufgabe für Nick. Aber ebenso wie Brett 8 löste Nick diese Aufgabe mit Bravour: In einer "verzögerten-angetäuschten-Bauernraubvariante" im Najdorf kam der weiße König sehr schnell unter Beschuss, sodass Weiß zuviel Material spucken musste. Respekt an Nick für bisher 100 % am 1.Brett.

"100%? Das kann ich auch." muss sich Wilko gedacht haben, als er mit dem schicken Manöver Kg1-h2;Te1-h1 und Kh2-g1 Druck auf der halboffenen h-Linie (zuvor war hxg3 geschehen) generierte. Dies muss seinen Gegner so erstaunt haben, dass dieser den Faden und schließlich auch die Partie verlor. Die Partie von Max begann eher gemächlich, als der Gegner sich jedoch zu passiv aufbaute, brach Max im Zentrum durch, was ihm unter Materialopfer einen Königsangriff und schließlich den Sieg bescherte. Somit waren 4 Brettpunkte erreicht und Hannes konnte, nachdem er in der Partie leicht unter Druck stand, diesen abschütteln und mit einem Remis den Mannschaftssieg klar machen. Mit diesen zwei sicheren Mannschaftspunkten konnte auch der Rest im Unterhaus befreit aufspielen; Stefan gewann seinen Petrosian-Königsinder, nachdem er 4 oder 5x Remis abgelehnt hatte, Ullis Partie hatte ich nicht so ganz mitbekommen, aber irgendwann war der volle Punkt da. Einziger Wermutstropfen war die Niederlage von Rüdiger, sodass wir mit 6,5:1,5 gewinnen konnten.

Diesen Kantersieg ließen wir dann anschließend im Humboldt ausklingen, nur um zu erfahren, dass wir zur Zeit Tabellenführer sind, da SK König Tegel II sich gegen Pankow behaupten konnte. Somit steht in drei Wochen in Tegel schon ein Spitzenspiel an.


Runde 1

XXL - Herausforderungen

2017-10-08 (HL) Wo genau soll ich anfangen zum Start in die Saison? Die Absprachen zwecks Anreise (wer am Samstag, wer am Sonntag)? Übernachtungen und mögliche Aufstellungsänderungen? Zu salzige Pommes? Mit Anreiseschwierigkeiten am Samstag und am Sonntag? Mit dem SEV? Mit der Rückfahrt? Mit dem Frühstücksbüffet? 1,5 Stunden warten in Königs-Wusterhausen? Im Regen zum Spiellokal schlendern? (aber immerhin ohne schwere Tasche - so clever sind manche Greifswalder immerhin; sollte man glauben) Mangelnde Endspieltechnik? Die größte Herausforderung für den GSV und seinen ML war es an diesem Wochenende nicht, was auf dem Brett geschieht, sondern, ob und wie alle unversehrt an- und auch wieder abreisen können. Am Ende hat alles geklappt und alle sind wohl behalten wieder angekommen.


Das haben wir uns verdient. :-)

Gegen den LOK RAW Cottbus sollte gepunktet werden. An den ersten drei Brettern waren wir gleichauf, ab Brett 4 mehr oder weniger klarer Favorit. Der Kampfplan lautete: Vorne erstmal gegenhalten und hinten so langsam die Punkte einsammeln. Ulli hatte Remiserlaubnis, der Rest spielte. Nach knapp zwei Stunden standen wir an keinem Brett schlechter. Wenn ich mich recht erinnere, standen wir nie an einem Brett gefährdet. Und so setzte sich nach und nach die Spielstärke durch. Wie es sich als ML gehört gewann Rüdiger den ersten Punkt der neuen Saison. Hannes und sein Gegner folgten im Taimanov-Sizi einer schon bekannten Variante bis Zug 20, ohne sich dieses gewiss zu sein. Hannes riss für einen Bauernangriff seine Königsstellung auf, welche der Gegner geschickt mit einem Dauerschach auskonterte. Auch Max an Brett 2 neutralisierte den Anti-Grünfeld-Aufschlag seines Gegners während Nick den schwarzen Winawer auseinanderschraubte.

Wilko schnappte sich in der Eröffnungsphase einen Bauern, welchen er - wohl auch mit Zeitnot seines Gegners - zum Sieg führte. Stefan war der vierte im Bunde, welcher sein Endspiel gemächlich und technisch sicherlich einwandfrei zum vollen vierten Punkt führte. Das Remis von Christian ist nur Makulatur zum 6:2 Sieg. Zur Zeit stehen wir auf dem zweiten Platz, aber der Abstand zum Abstiegsplatz beträgt nur zwei Mannschaftspunkte - der Abstiegskampf hat also begonnen ;-).