Unsere Pokalmannschaften
(Saison 2014/2015) | andere Saisons

Landespokal || Deutscher Pokal


DSB-Pokal

 Rd.1 am 1. Januar 2015 in Hamburg

 SK Union Eimsbüttel - Greifswalder SV 2,5 - 1,5
 1 Voigt, Gerrit - Stubbe, Wilko 0 - 1
 2 Henrich, Holger - Leisner, Hannes ½-½
 3 Franke, Lutz - Hertel, Johannes 1 - 0
 4 Adloff, Ralf - Valet, Richard 1 - 0

Landespokal

Der GSV wird in der Saison 2014/2015 mit zwei Pokalmannschaften antreten.

ML GSV I: Richard Valet, Birkenweg 3, 17498 Potthagen
Tel.: 03834/500895; Email: RichardValet@greifswaldersv.de

GSV I

NrNameDWZ
1Leisner,Hannes2252
2Stubbe,Wilko2165
3Reyer,Ulli2125
4Valet,Richard1983
5Woll,Wilfried2015
6Hagenlüke,Thomas1944
7Schwahn,Christian1947
8Sowada,Christoph1902
9Hertel,Johannes1892
10Valet,Alexander1737

ML GSV II: Ralf Kriese, Tannen-Kamp 4, 17498 Wackerow
Tel.: 03834/382094; Mobil: 0151/55722661; Email: RalfKriese@greifswaldersv.de

GSV II

NrNameDWZ
1Nauschütz,Ernst1856
2Motullo,Jens1617
3Fasold,Gunnar1575
4Kriese,Ralf1656
5Schmidt,Gerhard1550
6Pitz,Marko1366
7Wucherer,Walter1299
8Stoldt, Hans Helmut1276
9Wucherer,Sophie1078
10Kraffzig,Conrad906

Harte Arbeit für unseren Supervierer

2014-11-20 (RK) Nach zwei „Auswärtsjahren“ durften wir wieder einmal der Ausrichter für das Achtel- und Viertelfinales des Mannschaftspokales sein. Alle sieben Mannschaften waren pünktlich vor Ort. Die Ausgangssituation war spannend, wie selten zuvor. Neben unserer Ersten machten sich auch SSC Rostock, Warnemünde, Torgelow und Neubrandenburg I Hoffnungen auf den Einzug ins Halbfinale. Die spannende Auslosung ergab folgende Paarungen:

 SAV Torgelow       – Eintracht Neubrandenburg II 
Greifswalder SV II – SSC Rostock Greifswalder SV I – SFO Warnemünde

Eintracht Neubrandenburg I bekam das Freilos, was ihnen verständlicherweise gar nicht schmeckte. Aber was will man bei ungerader Teilnehmerzahl machen?

Während die ersten zwei Ansetzungen nur „Formsache“ zu sein schienen, dürfte der Kampf unserer Ersten gegen Warnemünde Spannung versprechen. Doch die „Kleinen“ – sowohl Eintracht II als auch wir – machten sich mächtig gerade. In der Partie Torgelow Nbg II war erst nach der Zeitnotphase klar, dass sich Torgelow als Favorit durchsetzen würde. Und der SSC stolperte doch tatsächlich fast mit ihrer etwas unorthodoxen Aufstellung über unsere Zweite, die ja in der Pokalhistorie schon für so manche Sensation gesorgt hatte.
Ernst hielt problemlos mit Schwarz Remis. Gunnar, dessen Wertzahl (wie wohl nur wir Greifswalder wissen) „frech gelogen“ ist, schaffte es, gegen seinen 400 DWZ höher gerateten Gegner zu gewinnen, indem er technisch sauber die Überlegenheit von D gegen T+L demonstrierte. Das waren 1,5 Punkte, ein weiteres Remis würde uns zum Weiterkommen reichen! Das Ralf gegen den Bundesligaspieler Max (immerhin 100% (!) in der Bundesliga :-) ) keine Sonne sehen würde war klar (auch wenn Max ihm doch Chancen zu klarem Vorteil einräumte). ABER! Helmut brachte seinen Gegner, der rund 600 DWZ mehr auf die Waage brachte, deutlich ins Schwitzen! Zwar konnte dieser sich einen entfernten Freibauern organisieren, der im strategischen Sinne zum Sieg reicht, doch Helmut konnte im Endspiel mit Dame und Springer immer wieder Drohungen gegen den König aufstellen. Letztlich wurde jedoch der Damentausch erzwungen und man hörte auf Rostocker Seite deutlich die Steine Poltern. Nur knapp mit 1,5:2,5 mussten wir uns der übermächtigen Truppe geschlagen geben.

Die Erste machte es sogar noch spannender. Wilko an Brett 1 kam sehr zeitig in eine angenehme und schließlich gewonnene Stellung (auch wenn in Zeitnot ein Fehlgriff immer in Reichweite war). Thomas an 4 blieb wohl immer in Remisbreite. Doch seine Bedenkzeit…. oh Gott…., wo sind meine Herztabletten? Nahe am Knockout waren wir, als Johannes in recht angenehmer Position einen Doppelangriff zuließ, der Material kostete, was der Gegner auch zum Sieg nutzte. Drei Partien gingen mit wilden Manövern über die Zeitnotphase. Dann war die Situation so: Wilko an 1 hatte eine Qualität gegeben, doch sein Vorteil war erdrückend. Wilfrieds Partie an 2 war weiterhin unklar. Da sein Gegner über einen gedeckten Freibauern verfügte, nahm Wilfried das Remis. Thomas an 4 hatte plötzlich eine Siegstellung auf dem Brett. In der Anspannung um die Zeitnotphase musste der Schiri einschreiten und dem Warnemüner ML die Regeln erklären. Ja, nachdem die Züge zum 40. geschafft wurden, MUSS der Schiri die Uhren anhalten, wenn beide Spieler nicht mehr mitgeschrieben haben – auch dann, wenn der eine ein paar Züge weiter gekommen ist!


Auf Wilko ist in beiden Runden Verlass! *

Kurze Zeit später die nächste Reklamation. Thomas, der (nun endgültiger Zeitnot) mehrfach in vernehmlich monierte, dass sein Gegner doch mitschreiben möge (der Schiri stand leider nicht am Brett, da er selbst spielte), hielt die Uhren an und holte den Schiri, um durchzusetzen, dass der Gegner mitschreiben muss. Der Schiri, der feststellte, dass der letzte Zug gerade notiert wurde, verzichtete auf das Nachspielen der kompletten Partie, um festzustellen ob, bzw. wie oft der mitschreibpflichtige Spieler in der Zwischenzeit einen Zug nicht notiert hatte und ermahnte nur denjenigen, jeden Zug mitzuschreiben. Nach dem Hinweis, dass er erst dann nicht mehr mitschreiben brauche, wenn er selbst weniger als 5 Minuten habe, stand dieser auf und schaute sich die spannende Partie an Brett 1 (2 Meter weiter) an. Thomas, der eine glatt gewonnene Stellung auf dem Brett hatte (Springer mehr bei 2 B + je einem T) konnte sich nicht rühren, da er nur noch eine gute Minute auf der Uhr hatte. Seine erneute Reklamation, dass der Spieler zu Unrecht das Brett verlasse, weil er dran ist, musste der Schiri ablehnen, weil der Spieler zwar seinen Stuhl aber eben nicht den Spielbereich verließ.
Nachdem Wilko seinen Punkt nach Hause brachte, kriegten sich dann alle wieder ein. Da klar war, dass Warnemünde, um weiterzukommen, an Brett 4 gewinnen musste – diese Partie aber schachlich gesehen um war - gab Warnemünde sportlich fair diese Partie als unhaltbar auf. Alle schüttelten sich die Hände und alles war wieder gut. So soll es unter Schachfreunden sein!

Die beiden Viertelfinalspiele waren sogar noch spannender – nur, dass der Schiri hier einen ruhigen Nachmittag hatte. Torgelow konnte sich in vier äußerst spannenden Spielen knapp durchsetzen. Nach drei Remisen (durchaus mit Chancen auf beiden Seiten) kämpften am Brett 1 die Spieler fast die kompletten fünf Stunden, ehe sich Neubrandenburg geschlagen geben musste.
Unsere Erste spielte fast genauso lange. Da sie ihre Partie etwas später begannen, dauerte das Match sogar noch länger. Wie befürchtet brachte der Rostocker ML seine Truppe in Führung. Johannes und Thomas schafften nicht mehr als Remis, wobei Thomas, meiner Meinung nach schon besser stehend, in Zeitnot fehlgriff und sich in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Wenigerbauern retten musste. Doch auch diese Runde war auf Wilko Verlass. Nach Qualitätsgewinn demonstrierte er technisch perfekt, wie man ein Endspiel mit T gegen L mit jeweils g + h Bauern durchsetzt – und das bei vermutlich bestmöglicher Gegenwehr des Gegners. Das 2:2 bedeutete den „üblichen“ Halbfinaleinzug unserer Ersten – allerdings mit viiieeel Arbeit und ein wenig Dusel.

 * Das Bild wurde uns dankenswerterweise von Dirk Hamann zur Verfügung gestellt.