2. Mannschaft (2. Landesliga, Staffel Ost)
(Saison 2004/2005)

Mannschaftsleiter
Ralf Kriese, Tannenkamp 4, 17498 Wackerow,
Tel.: 03834 / 892569 E-Mail: RalfKriese@GreifswalderSV.de
Spiellokal
VCH-Hotel, Wilhelm-Holtz-Straße 5-8, 17489 Greifswald, Tel.: 03834 / 5160

alle Mannschaftsaufstellungen
Für die kompletten Ergebnislisten der einzelnen Runden und den jeweils aktuelle Tabellenstand einfach auf die Rundennummer klicken.

NrNameDWZRd 1Rd 2Rd 3Rd 4Rd 5Rd 6Rd 7Rd 8Rd 9
1Schwahn, Christian20171  1     
2Mildner, Jens1994    00  1
3Gohm, Rolf201811 0.50.5 +  
4Mentel, Jürgen Dr.2059 1  0  0,5 
5Dede, Rüdiger18980.5010111 0,5
6Nauschütz, Ernst184110.5110.51100,5
7Willert, Christoph1678100.5 0.500,50 
8Loßin, Sven-Hendrik1897 0.51 01111
9Graffenberger, Martin19100.5 0 0    
10Knoblauch, Arnd1706 0.50.5   0 -
11Matz, Burkhard17580.5100 010,50,5
12Pekruhl, Denny1686         
13Kriese, Ralf17601  1 0.510,51
14Lichtnau, Ulrike1566         
15Becker, Dag1425  0.5  1 0 
16Schmidt, Thomas1393   0   0 
17Pitz, Marko1381         
18Fiedler, Thomas1346   0.5     
19Mertin, Jan          
20Meyer, Rüdiger         0
Spielberichte
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Runde 9

GSV II gelang knapper Sieg gegen FHSG Stralsund II

25.4.2005 (RK) Zu unserem letzten Spiel der Saison erwarteten wir in unserer Feste, dem VCH-Hotel, das Team FHSG Stralsund II. Wir standen bereits als Drittplatzierter fest, die Mannen vom Strelasund jedoch kämpften um den Verbleib in der 2. Landesliga und waren entsprechend motiviert.
Für uns war der Beginn weniger erfreulich, denn ein Anruf bei Arnd - verbunden mit der Frage, wann er denn nun erscheine, stellte klar, dass wir dieses Brett kampflos abgeben mussten. Arnd hatte zwar noch am Samstag telefonisch wegen einer Grippe abgesagt, die Mobilbox wurde aber vom ML nicht mehr abgehört - also 1:0 für Stralsund.
Am 8. Brett kam Rüdiger Meyer erstmals zu einem Punktspieleinsatz. Er konnte gegen seinen erfahrenen Gegner lange mithalten, musste im Endspiel aber dann Federn lassen. Sven-Hendrik schaffte dann den Anschluss, als sein Gegner einen Bauern verlor und er die Stellung als verloren einschätzend aufgab. Dann machte Burkhard Remis. Auch Ernst nahm in besserer Stellung das Remisangebot seines ehemaligen Vereinskameraden an.
Rüdiger spielte voll auf Angriff. Leider konnte sein Gegner seine Königsstellung verteidigen, so dass abzusehen war, dass ein Endspiel - zumal mit Wenigerbauern - den Verlust bedeuten würde. Mit einem hübschen Turmopfer erzwang er dann eine Zugwiederholung und holte damit einen halben Punkt. Nun stand es 2,5 : 3,5 bei zwei noch laufenden, remisverdächtigen Partien. Ralf lehnte mehrmals das Friedensangebot seines Gegners ab und konnte recht glücklich einen Bauern zur gegnerische Grundlinie durchboxen für den sein Gegner eine Leichtfigur geben musste. Bemerkenswert das Endspiel. Ralfs Gegner opferte seine zweite Leichtfigur gegen den letzten Bauern. Das nun entstandene Endspiel, zwei Läufer gegen zwei Bauern war natürlich gewonnen, wurde aber tatsächlich bis einen Zug vorm Matt gespielt. Jens, nun mit Oberligaerfahrung (und Nerven) ausgestattet, konnte sich im Endspiel ein Übergewicht erarbeiten, so dass der Gegner dann den Widerstand einstellte. Damit konnten wir das Spiel noch zum 4,5 : 3,5 Sieg umbiegen.

Die Stralsunder sind nun mit viel Pech (viermal mit 3,5 Punkten verloren) einer der Absteiger. Glückwunsch noch an den Aufsteiger FHS Stralsund I. Die Stralsunder konnten beide Mitkonkurrenten um den Aufstieg (nämlich Torgelow und uns) deutlich deklassieren und kehren verdient ins schachliche Oberhaus MeckPomms zurück.

Runde 8

GSV II gegen SAV Torgelow chancenlos

11.4.2005 (RK) Zum vorletzten Punktspiel der Saison reisten wir nach Torgelow. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison bekam unser ML Probleme bei der Mannschaftsaufstellung. Von den enorm starken ersten fünf Brettern stand ihm nur ein Spieler zur Verfügung. Der einzige Trost: Als Drittplatzierter hatten wir weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg zu tun und waren in der beneidenswerten Lage, völlig ohne Druck aufzuspielen. Der SAV Torgelow - obwohl ohne ihren polnischen Spitzenspieler angetreten - war also klarer Favorit.
Machen wir es kurz, sie wurden ihrer Rolle gerecht. Nach 2,5 - 3 Stunden standen noch alle Bretter ausgeglichen, bis auf Thomas Schmidt am achten Brett. Er hatte bereits einen Bauern weniger und kämpfte vergebens ein verlorenes Leichtfigurenendspiel. Dann machte Jürgen Mentel Remis in vielleicht leicht besserer Stellung. Er war der Meinung, dass in einem sich bereits anbahnenden Zeitnotkrimi sein junger Gegner die besseren Nerven hätte. O-Ton Jürgen: "Ja, wenn mein Gegner 40 Jahre älter wäre ...". Kurze Zeit später wurden auch die Remisangebote von Ralf Kriese und Jürgen akzeptiert. Ralf musste nach einer sehr unorthodoxen Behandlung eines Franzosen (natürlich mit Schwarz) enttäuscht feststellen, dass ein Angriff auf die einzige Schwäche des Gegners - den rückständigen c-Bauern - nicht möglich war, ja dass Weiß diesen sogar zwecks Linienöffnung mit Chancen für beide Seiten vorrücken konnte. Burkard Matz spielte eine ruhige solide Partie. Nach Abtausch der Türme kam er noch einmal etwas ins Schlingern, konnte aber alle gegnerischen Gewinnversuche erfolgreich abwehren. Zu dieser Zeit verlor Dag Becker wohl den Faden. Lange Zeit eine souveräne Partie spielend, ließ er einen Vorstoß des gegnerischen a-Bauern zu, was zum Zusammenbruch seines Damenflügels und somit der Partie führte. Am dritten Brett wurde Christoph Willert von dem starken Norbert Bauer nach ruhigem Beginn doch nach und nach in eine aussichtslose Lage gedrängt. Auch Ernst Nauschütz, unser "Goalgetter", konnte ein remisverdächtiges Schwerfigurenendspiel nicht mehr halten. Diese Niederlage war der erste Partieverlust bei Punktspielen seit anderthalb Jahren. Unser einziger Sieg gelang Sven-Hendrik Loßin gegen die polnische Neuverpflichtung Jan Czuchnicki. Sven-Hendrik stand stellungsmäßig bereits auf verlorenem Posten, als der Pole einen Konter zuließ, den Sven dann eiskalt zum Sieg verwandelte.
Alles in allem muss man sagen, dass wir zu keiner Zeit eine Chance hatten, einen Mannschaftspunkt aus Torgelow zu entführen, auch wenn vielleicht das Ergebnis knapper hätte ausfallen können. Nun warten wir gespannt auf den Ausgang des wirklichen Finales FHS Stralsund - SAV Torgelow. Der Gewinner steigt auf, der Verlierer wird uns in der nächsten Saison Revanche geben müssen ...

Runde 7

GSV II gelingt Revanche gegen Waren

13.3.2005 (RK) Nachdem wir im Vorjahr gegen Waren gnadenlos untergingen, war heute Wiedergutmachung angesagt. Trotz einiger Absagen (Christian, Jürgen), konnten wir doch eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Kennzeichnend, Ralf - im letzten Jahr am 2. Brett noch chancenlos - spielte dieses Mal am 8. Brett.

Den ersten Zähler strich unser Spitzenbrett Rolf ein. Er hatte (wieder einmal) das Pech, dass der Gegner sein Brett unbesetzt ließ und er somit ohne Denkarbeit kurz nach 10 Uhr im Bewusstsein der Greifswalder Führung den Heimweg antrat. Nach etwa 2,5 Stunden strich Arnd die Segel, wie das passierte sah ich leider nicht, weil ich ausnahmsweise meine eigene Partie recht spannend fand. Dann passierte die nächste Stunde erst mal nichts zählbares. Allerdings standen Rüdiger und ich etwas besser. Dafür war Burkard schon mausetot. Dann übersah Burkards Gegner - inzwischen sogar mit Mehrfigur - einen einsamen Freibauern und die damit verbundenen Drohungen. Plötzlich konnte sein Vormarsch nur noch durch ein Turmopfer gestoppt werden, Das Endspiel war dann für Burkard nur noch Formsache. Diese Partie wird wohl auch irgendwann auf den inzwischen legendären OMF-Seiten zu bestaunen sein. Nur kurze Zeit später erhöhte Ernst auf 3:1. Auch diese Entscheidung sah ich nicht live, da ich mit meiner Partie so langsam Probleme bekam. Da die Stellung kurz vorher noch ausgeglichen war, liegt auch hier ein schwerer Fehltritt des Warener Caissa-Jüngers nahe. Als Sven-Hendrik dann sein unklares Endspiel in einen Punkt verwandelte, waren die Messen gesungen. Jetzt konnte auch ich aufatmen, denn mein Gegner ließ sich eine Figur weggabeln, so dass ich sicher war, den Siegpunkt zum 5:1 beizusteuern. Christian bot dann Remis an, was der Gegner dank des imposanten Zwischenstandes resigniert annahm. Als letztes kämpfte wie üblich Rüdiger, wie üblich wurde es ein Zeitnotkrimi und wie (fast) immer konnte er sich auch hier durchsetzen. Nach der Zeitkontrolle hatte er eine Qualität und einen Bauern gewonnen und dank seiner Technik brachte er die Partie trotz harter Gegenwehr seines Gegners nach Hause.

Endstand also 6,5 : 1,5. Damit haben wir die Vorjahresschlappe (ebenfalls 1,5 : 6,5) egalisiert. Alles in allem war der Sieg zu jeder Zeit verdient, hätte aber auch sehr knapp ausfallen können.

Runde 6

GSV II gewinnt schweres Auswärtsspiel

13.2.2005 (RK) Heute stand also wieder einmal der „Klassiker“ TSV 1860 Stralsund – Greifswalder SV II auf dem Programm. Die Vorzeichen stehen dieses Jahr ganz anders als vor Jahresfrist. Kämpften damals noch beide Teams verbissen um den Verbleib in der 2. Landesliga, war es dieses Jahr fast schon ein Spitzenspiel weil der Dritte auf den Viertplatzierten (wir) traf.

Bis auf Sven, dessen Zug eine halbe Stunde Verspätung hatte, saßen alle pünktlich am Brett und fingen an die Puppen über das Brett zu schieben. Als erstes remisierte Ralf, der doch etwas einfallslos zwischen seines Gegners Figuren herumstocherte und sich in einem relativ ausgeglichenem Leichtfigurenendspiel zu einem Remisangebot „aus mannschaftstaktisch Gründen (Gruß an Jan ;-) ) hinreißen ließ, welches auch prompt angenommen wurde. Immerhin standen wir bis dahin an 4 Brettern besser – Jens hatte einen Agrarökonomen mehr, Ernst hatte eine sehenswerte Druckpartie auf dem Brett, Burkard eine Figur für zwei Bäuerlein gewonnen und Dag amputierte gerade des Gegners Leichtfigur aus der Stellung. Ernst gewann auch folgerichtig. Christoph ließ sich leider zum 2. Mal innerhalb von 14 Tagen (LEM) von Henry Lang erschlagen, also Ausgleich, 1,5 : 1,5. Dann gewann auch Dag – wie vorausgesehen. Leider musste Burkard nach einigen suboptimalen Zügen seine Mehrfigur zurückgeben und konnte seine Stellung nicht mehr halten, da er nicht nur schlechter Stand sondern auch noch Material weniger hatte. Wiederum Ausgleich zum 2,5 : 2,5. Nun begann die heiße Phase. Da Jens und Sven besser standen und Rüdiger remisverdächtig, hofften wir auf einen geruhsamen Matchausgang. Denkste! Jens stellte kurz nachdem er ein Remisangebot des Gegners ablehnte seine Partie ein. Nur Sekunden später glich Sven wieder aus – 3,5 : 3,5. Die letzte Partie spielte Rüdiger. In einem komplizierten Schwerfigurenendspiel, dass vielleicht sogar für seinen Gegner etwas besser war zeigte er, dass er Nerven wie Drahtseile hat. Als beide noch etwa 5 Minuten auf der Uhr hatten und noch ca. 20 Züge zur nächsten Zeitkontrolle war, knackte er die gegnerische Stellung, zwang seinen Gegner eine knappe Minute vor Blättchenfall zur Aufgabe und lochte damit zum 4,5 : 3,5 Erfolg für uns ein.

Über den gesamten Spielverlauf hinweg gesehen war unser Sieg aber hochverdient. Wir konnten also unseren „freien Fall“ (zuletzt ein Unentschieden und eine Niederlage) bremsen und schauen wieder optimistisch in die Zukunft...

Runde 5

GSV II gerät im Spitzenspiel der 2. Landesliga unter die Räder

17.1.2005 (RD) Am 16. Januar 2005 empfingen wir den Tabellenführer aus Stralsund. Um nach dem Punktverlust der letzten Runde eigene Aufstiegschancen zu wahren, mußte praktisch ein Sieg her. Keine leichte Aufgabe, denn die FHSG war in Bestbesetzung angetreten; aber auch Ralf hatte sich bei der Mannschaftsaufstellung nicht mit Absagen plagen müssen.

An einigen Brettern stellte sich rasch materielles Ungleichgewicht ein: An Brett 3 hatte sich Jürgen Mentel einen Bauern gesichert, an 4 der Gegner von Rüdiger Dede einen geraubt, und an 5 stand Ernst Nauschütz mit einem Knopf mehr da. An 7 kämpften drei Bauern von Sven Loßin gegen einen Läufer. Nachdem Rüdiger seinen Gegner für gar zu viele Damenzüge bestraft hatte, konnte Ernst seinen Materialvorteil weiter ausbauen und sogar eine Figur gewinnen. Die Lage des Königs in der Mitte schien allerdings etwas kitzlig. Bei Sven erwies sich im Endspiel der Läufer als den Bauern überlegen. Als sein Gegner zuerst promovierte, war Matt unvermeidbar, und Stralsund konnte ausgleichen. Unterdessen war Ernst in haarsträubende Zeitnot geraten und mußte Material zurückgeben. Drohung und Gegendrohung hielten sich die Waage, und irgendwie schaffte Ernst die Zeitkontrolle. Am zweiten Brett schlossen Rolf Gohm und sein Gegner in toter Stellung Frieden. Rolf hatte aus solider Aufstellung zwischenzeitlich einen Bauern gewinnen können, die gut postierten Figuren des Gegners verhinderten jedoch einen Gewinn. Jürgen war inzwischen mächtig unter Druck geraten, konnte seinen Mehrbauern nicht halten und mußte noch mehr abgeben. Damit stand es 1,5 : 2,5 gegen uns. Die trostlose Lage an zwei weiteren Brettern veranlaßte Ernst in mittlerweile unklarer Position das Remis-Angebot seines Gegners anzunehmen.. So mußte sich Jens Mildner an 1 geschlagen geben, weil seine über lange Zeit gedrückte Position nicht haltbar war. Am achten Brett hatte sich Martin Graffenberger lange eine scheinbar ausgeglichene Stellung bewahrt. Schließlich mußte er in Zeitnot, die er parallel zu Ernst durchlief, in ein verlorenes Turmendspiel abwickeln, da eine Rochade während des ganzen Spiels sehr riskant erschien und der König nun in der Mitte in Schwierigkeiten kam.

Wir lagen bereits mit 2 : 5 hinten, als Christof sich eine spannende Schlacht mit der Stralsunder Nummer sechs lieferte. Während der gesamten Partie mit Raumvorteil ausgestattet, gelangen Christof im Endspiel schließlich die Bildung eines Freibauern sowie ein Bauerngewinn mit taktischen Mitteln. Es schloß sich eine Kaskade eventuell nicht ganz korrekter Kombinationen von Turm und Springer gegen Turm und Springer an. Wer an den Einzelheiten nicht interessiert ist, sollte mit dem nächsten Absatz fortfahren. Besagte Kombinationsfolge, in der ein wahres Füllhorn taktischer Mittel zum Einsatz kam, läßt sich indes ungefähr so beschreiben: Springergabel auf König und Springer zwecks Springerabtausch seitens Christof, Doppelangriff mit dem König auf Turm und Springer, der ja eigentlich König und Springer gegabelt hatte, Gegenangriff mit Springer auf Turm, Angriff mit Turm auf Springer, Wegzug des immer noch angegriffenen Turms mit gleichzeitiger indirekter Deckung des soeben angegriffenen Springers mittels Spießdrohung, da eine direkte Deckung desselben vom gegnerischen Springer vereitelt wird, erneuter Angriff auf den heldenhaften Turm, der nun abermals wegzieht und sich dabei zwischen die gegnerischen Figuren stellt, womit die Türme nun beide hängen und gleichzeitig die gegnerischen Springer unter Beschuß nehmen. Christofs Gegner nimmt nun den Springer und gibt seinen eigenen der Verdammnis preis, da ihm ein Turmendspiel lieber ist als ein Springerendspiel mit Minusbauer, das nach dem Schlagen des Turmes dank einer rettenden Springergabel entstanden wäre. Damit endet der Schlagabtausch mit genau der materiellen Konstellation, die Christof mit seiner einleitenden Springergabel angestrebt hatte. Alles klar?

Also: Turmendspiel mit Bauernplus für Christof, das spätestens nach einigen weiteren Zügen als gewonnen betrachtet werden konnte. Nach fünf Stunden harten Kampfes endete die Partie nach einem Fehlgriff leider doch noch mit Remis. Endstand: 2,5 : 5,5.

Runde 4

2. Mannschaft mit Punktverlust in Wolgast

12.12.2004 (RK) Unser Ziel war es, verlustpunktfrei das neue Jahr begrüßen zu können - was hieß, den Vorjahresdritten Motor Wolgast am 12.12. zu schlagen. Überraschend ereilte den ML jedoch eine Absagenflut, so dass es fast problematisch wurde überhaupt acht Leute aufzubieten. Mit unserer bisher schwächsten Aufstellung reisten wir nach Wolgast. Doch auch unseren Gegner drückten Aufstellungssorgen, sie mussten ihre beiden Spitzenbretter ersetzen. So kam es zu einem an Spannung kaum zu überbietenden Kampf.

Bereits in der Eröffnungsphase standen Burkard (er war allerdings gesundheitlich angeschlagen) und Thomas Schmidt schlechter. Das erste Zählbare wurde aber erst nach 2 Stunden erreicht. Thomas Fiedler bekam am 8. Brett ein Remisangebot, nachdem er vorher konsequent alle gegnerischen Figuren abtauschte. Das Remis wurde auch gleich angenommen, da der Gegner mit etwa 400 DWZ-Punkten höher bewertet war und anzunehmen war, dass dieser ein kompliziertes Springerendspiel besser behandeln könnte. Nach ca 3,5 Stunden gingen wir überraschend in Führung. Christian am ersten Brett hatte einen Franzosen sehr unorthodox behandelt und konnte nachdem die ausgetretenen Theoriepfade verlassen waren seine Spielstärke ausspielen. Die Führung hielt nicht lange, kurze Zeit später musste Thomas Schmidt aufgeben, nachdem es zwischenzeitlich so aussah, als könne er die Stellung doch noch halten. Dann gab auch Burkard den inzwischen sinnlos gewordenen Widerstand auf. Nach der Zeitkontrolle war der Zwischenstand 1,5 : 2,5, wobei Ralf sich in der Zeitnotphase einen Vorteil in Form eines Bauern erspielen konnte. Nach einer weiteren halben Stunde reklamierte Rolfs Gegner Remis wegen dreimaliger Zugwiederholung. Zähneknirschend musste Rolf dies anerkennen. Dann gewann Ernst sein Endspiel. Er hatte, wie auch Ralf, ein Remisangebot wegen des Spielstandes abgelehnt. Nun stand es 3:3 und Ralf und Rüdiger standen beide gut. Ralf konnte dann auch in ein gewonnenes Bauernendspiel einlenken und brachte uns nach fast 5 Stunden wieder in Führung. Anschließend kam der Hinweis an Rüdiger, dass ein Remis reicht. Dieser hatte inzwischen ebenfalls eine gewonnene Stellung erreicht. Die Anspannung begann sich zu lösen, doch dann griff Rüdiger in Zeitnot fehl und ließ sich seinen Läufer einsperren. Das nun entstehende Endspiel brachte sein Gegner locker in trockene Tücher.

Nach einer nervenraubenden , fast 5stündigen Schlacht auf den 64 Feldern fand dieses, mit vielen dramatischen Wendungen gespicktes, Landesligaspiel also keinen wirklichen Sieger. Das 4 : 4 kostete uns außerdem die Tabellenspitze.

Am 16.01.05 treffen wir auf FHSG Stralsund, den Tabellenführer und Topfavoriten in unserer Staffel. Dieses Spiel ist für uns sozusagen ein Endspiel, auch die Stralsunder werden dieses Spiel sicher so einschätzen.

Runde 3

2. Mannschaft mit Arbeitssieg gegen Neustrelitz

Mit dem letzten Aufgebot fuhr unsere Zweite zum wichtigen Kampf nach Neustrelitz. Ein Sieg sollte trotz der Ausfälle von Jens Mildner, Rolf Gohm, Jürgen Mentel, Ralf Kriese usw. drin sein, auch wenn die weite Fahrt am Sonntagmorgen schon mal seine Spuren hinterlässt.

Unsere Gegner waren recht stark angetreten, auch wenn die Spitzenspielerin nicht mit dabei war. Der Eröffnungsverlauf verlief lediglich bei Ernst Nauschütz und Christof Willert vorteilhaft, Sven-Hendrik Loßin erspielte sich eine sehr schwierige Position, auch Rüdiger Dede hatte einen nicht so guten Auftakt, Martin Graffenberger hatte etwas Spiel für eine zugelassene Bauernschwäche erlangt, Dag Becker und Arnd Knolauch standen etwas defensiv, aber fest. Schließlich war die Situation bei Burkhard Matz unklar.

Rüdiger und Ernst schafften es bald, sich gute Stellungen zu erspielen, die sie dann auch bald verwerteten. Insbesondere die Methode, mit der Rüdiger aus dem Nichts heraus einen Angriff entfaltete, war imposant. Dag und Arnd hatten bald Remisen in ausgeglichenen Stellungen erkämpft, auch Christof ließ sich in etwas besserer Stellung bei wenig Zeit auf ein Remis ein, so dass noch ein Punkt zum Mannschaftssieg fehlte und die Verantwortung auf Sven-Hendrik, Martin und Burkhard lag. Sven-Hendrik lehnte in unklarer Stellung ein Remisgebot ab, da Martin und Burkhard bedenklich standen. Burkhard verlor dann auch bald, während Sven-Hendrik einige Ungenauigkeiten des Gegners ausnutzen konnte und den ganzen Punkt einfuhr, der den Mannschaftssieg sicherstellte. Martin sorgte noch ungewollt für einen amüsanten Abschluss, als er in schlechterer Stellung ein Abzugsschach übersah.

Insgesamt ein verdienter Arbeitssieg, auch wenn die Erleichterung nachher uns doch deutlich anzumerken war.

Runde 2

Knapper Sieg in zweiter Landesliga

Unser zweiter Gegner hieß Turbine Neubrandenburg. Im letzten Jahr gelang uns gegen diese sehr ausgeglichen besetzte Truppe ein knappes 4,5 : 3,5. Wie würde es heute laufen?

Der erste Neubrandenburger Spieler der Eintraf war Bent König. Seine Aussage, Neubrandenburg würde in der Stammaufstellung antreten konnte ich, mit dem Hinweis dass ich wegen unserer starken Besetzung aus dem Kader gerutscht bin, locker kontern. (Letztes Jahr spielte ich noch am 3. Brett.)

Trotz unseres deutlichen Übergewichtes (nach DWZ) wurde es ein spannendes Duell. Lange Zeit tat sich nichts an den Brettern - oder doch: Rolf am ersten Brett konnte überraschend schnell seinen Kontrahenten überspielen, nach ca 2 Stunden ergab sich der gegnerische King seinem Schicksal. Sehr abwechslungsreich auch Burkards Partie. Sein Gegner bot zweimal remis an, welches er - trotz Wenigerbauern - ablehnte. Als Burkard sich dann doch entschloss der Punktteilung zuzustimmen, wollte sein Gegner nicht mehr. Letztendlich gewann er dann doch noch die Partie. Auch Arnd hatte inzwischen Remis gemacht. wir führten also mit 2,5:0,5. Inzwischen standen aber Rüdiger und Christoph schon auf Abriss. Rüdiger ließ in Zeitnot dann sogar noch den Gewinn aus. Auch Ernst hatte arg zu kämpfen - und zwar mit Turm und Leichtfigur gegen die Dame. Während Ernst die Partie Remis halten konnte, verloren Rüdiger und Christoph. Zwischenstand also 3:3 bei noch zwei laufenden Partien. Sven hatte am sechsten Brett ein gewonnenes Endspiel erreicht, brachte sich aber in Unkenntnis der hiesigen Bedenkzeitregelung unabsichtlich in Zeitnot. Jürgen am zweiten Brett steuerte ebenfalls einem gewonnenen Endspiel entgegen - allerdings ebenfalls in Zeitnot. Sven hatte dann irgendwann noch Dame gegen Turm, sonst war das Brett sauber. Doch leider kannte er die Mechanik der Abstraktion des fremden Turmes nicht, und die verbleibenden zwei Minuten reichten zum Grübeln nicht mehr aus. Ein klassisches Pattopfer seines Gegners beendete die Partie. Kurz vorher Zwang Jürgen seinen Gegner zur Aufgabe, so dass für uns ein knapper 4,5:3,5 Sieg zu Buche stand.

Wir haben also den erhofften guten Saisonstart hingelegt und wollen natürlich in 14 Tagen an erbrachte Leistungen anknüpfen...

Runde 1

Deutlicher Sieg in der 2. Landesliga

Das zweite Jahr in der 2. Landesliga steht für uns unter ganz anderen Vorzeichen als im Vorjahr. Während wir in der letzten Saison hart um den Klassenerhalt kämpfen mussten, steht uns diese Saison ein Kader zur Verfügung, der "ganz oben" mitspielen kann.

Zum ersten Punktspiel gegen Waterkant Saal fielen u.a. mit dem Urgestein Jürgen und dem Neuzugang Sven mehrere Spieler aus, doch der Ersatz ist mit Burkard und Ralf allemal zweitlandesligatauglich. So fuhren wir frohen Mutes - den letztjährigen Erfolg noch im Hinterkopf - nach Saal. Saal konnte außer dem Brett 7 ihre Stammbesetzung aufbieten, doch war das gegen uns nicht genug...

Es sollte gut 1,5 Stunden dauern, bis etwas zählbares passierte. Burkard, nach einem etwas eigenwillig behandeltem Spanier, machte remis, nachdem fast alle Figuren abgetauscht waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte Martin am 6. Brett vielleicht Vorteil, sonst sah alles recht ausgeglichen aus. Nach gut 2,5 Stunden schoss uns Ralf in Führung. Er hatte ein wohl gewonnenes, jedoch sehr schwer durchsetzbares Schwerfigurenendspiel auf dem Brett, konnte aber mit des Gegners Hilfe eine schöne Mattkombination aufs Brett zaubern. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Christoph bereits eine Figur mehr. Kurze Zeit später nahm Rüdiger ein Remisangebot des Gegners an. Nach ca 3 Stunden entschied sich auch Martin für die Annahme des Remisgebotes seines Gegners. Dann gewannen Christian und Rolf, wobei letzterer das Glück hatte, in einem komplizierten Schwerfigurenendspiel mal eben des Gegners Dame dank "Fingerfehlers" desselbigen kostenlos serviert zu bekommen. Das nennt man doch Service. Schließlich konnte Ernst durch einen Turmgewinn seine Partie erheblich abkürzen, da seine Gegnerin anschließend aus verständlichen Gründen aufgab. Schließlich streckte auch Christophs Gegner die Waffen, nachdem er einsehen musste, dass eine Mehrfigur in einer Stellung die keine Verwicklungsmöglichkeiten mehr bietet ein sicheres Faustpfand für Christophs Sieg ist.

Damit kehren die "ruhmreichen Helden" mit einem 6,5 : 1,5 Sieg in der Tasche an den Bodden zurück. Frei nach Wilhelm Busch kann man sagen: "Dieses war der erste Streich, doch der zweite...."